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"Außer Kontrolle": Vonn verrät schockierende Details nach Olympia-Sturz

Bewegendes Vonn-Statement

Lindsey Vonn meldet sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in einem emotionalen sowie ausführlichen Video zu Wort. Nach schmerzhaften und bedrohlichen Wochen stehe ihr noch eine „lange Reise“ bevor.
Nach ihrer schweren Verletzung hat sich Lindsey Vonn nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu Wort gemeldet.
Lindsey Vonn meldet sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in einem emotionalen sowie ausführlichen Video zu Wort. Nach schmerzhaften und bedrohlichen Wochen stehe ihr noch eine „lange Reise“ bevor.

Ski-Superstar Lindsey Vonn befindet sich nicht mehr im Krankenhaus. Am Tag nach der Abschlussfeier der Olympischen Spiele hat sich die US-Amerikanerin in einem emotionalen Instagram-Video zu Wort gemeldet und detailliert auf die zwei Wochen nach ihrem schweren Sturz in der Abfahrt von Cortina d’Ampezzo zurückgeblickt.

„Nach zwei Wochen habe ich es endlich aus dem Krankenhaus geschafft“, zeigte sich Vonn gleich zu Beginn erleichtert und offenbarte: „Es war eine ganz schöne Reise und mit Abstand die extremste, schmerzhafteste und herausforderndste Verletzung, der ich mich in meinem gesamten Leben stellen musste.“

Im Anschluss erläuterte die 41-Jährige äußerst detailreich ihre erlittenen Verletzungen, darunter einen komplexen Bruch des Wadenbeins. „Alles war in Stücken“, sagte Vonn. Ein Kompartmentsyndrom, bei dem sich zu viel Blut in einem Körperteil ansammelt und dieses nicht mehr abfließen kann, sorgte laut Vonn jedoch für weitere Komplikationen.

Olympia: Doktor bewahrte Vonn wohl vor einer Amputation

„Das zerstört alles in diesem Bereich. Alle Muskeln und Nerven, alles stirbt ab. Der Doktor hat mein Leben gerettet und mich vor einer Amputation bewahrt“, meinte die viermalige Gesamtweltcupsiegerin und bedankte sich wiederholt bei Doktor Tom Hackett, der die Operation durchgeführt habe.

Vonns Teilnahme an den Olympischen Spielen war nach ihrem Comeback Ende 2024 bereits zuvor kritisch beäugt worden. Den Höhepunkt 2026 wollte sie sich trotz eines kurz zuvor diagnostizierten Kreuzbandrisses im linken Knie nicht nehmen lassen.

„Ich sage immer, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert. Hätte ich mir nicht das Kreuzband vor Olympia gerissen, wäre Tom nicht da gewesen, um mein Bein zu retten“, schilderte Vonn.

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Aufgrund der Umstände habe sich ihr Aufenthalt im Krankenhaus jedoch ungeplant verlängert: „Die Schmerzen waren außer Kontrolle und ich habe eine Bluttransfusion benötigt. Jetzt habe ich es aber fürs Erste geschafft und durfte das Krankenhaus verlassen.“

Vonn nach Entlassung auf Rollstuhl angewiesen

Trotz ihrer Entlassung stehe ihr aber weiterhin eine „lange Reise“ bevor. So sei sie derzeit noch „auf den Rollstuhl angewiesen und nicht so mobil. Das wird auch noch eine Zeit so bleiben, da ich mir auch den rechten Knöchel gebrochen habe.“

Bis alle Knochen vollständig verheilt sind, werde es demnach rund ein Jahr dauern. „Danach werde ich entscheiden, ob ich das ganze Metall entfernen lasse oder nicht – und anschließend wieder operiert werde, um mein Kreuzband endgültig zu reparieren“, schrieb Vonn zu ihrem Video.

Besonders emotional wurde sie noch einmal mit Blick auf ihre sportliche Zukunft. „Es war nicht die Art, wie ich Olympia beenden wollte. Aber es war sehr inspirierend, Team USA dominieren zu sehen. Ich bin stolz auf euch“, erklärte Vonn, während sie mit den Tränen kämpfte.

Anschließend führte sie aus: „Ich werde sicher weiterkämpfen und bereue nichts. Die Unterstützung von euch war unglaublich. Ich falle lieber so, als es gar nicht zu probieren. Was ich erreicht habe, ist mehr, als ich je erwartet habe. Es war ein unglaubliches Jahr und hat sich voll ausgezahlt. Nur ein kleines Detail hätte nicht passieren müssen. Aber so ist das Leben. Wir müssen die Schläge nehmen, wie sie kommen, aber ich werde immer wieder aufstehen – wie Rocky.“