Slalom-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin hat nach ihrem Triumph auf das Drama von Lena Dürr mit Mitleid reagiert.
Olympia 2026: "Ich habe Lena dort stehen sehen und wollte sie einfach umarmen"
„Ich wollte Lena einfach umarmen“
Dürr war nach dem ersten Durchgang auf Silberkurs, fädelte zum Start des zweiten Laufs direkt am ersten Tor ein und schied aus. Auf der anschließenden Pressekonferenz wurde Shiffrin darauf angesprochen.
Shiffrin: „Wollte sie einfach umarmen“
„Ich habe Lena dort stehen sehen und wollte sie einfach umarmen und ihr sagen: ‚Du hast alles getan. Du hast so viel Herz und Arbeit in dein Training gesteckt‘“, antwortete die 30-Jährige.
Sie berichtete: „Ich habe sie jeden Tag auf dem Berg trainieren und vorbereiten gesehen und sie hat echt alles dafür getan. Ich war auch in dieser Situation, deswegen verstehe ich es. Es kann manchmal so weh tun. Sie ist eine meiner Lieblingswettstreiterinnen aller Zeiten.“
Ski-Königin schildert prägendes Erlebnis
Shiffrin erklärte, dass die Athleten untereinander wie eine Familie seien, weshalb man sehr gut nachvollziehen könnte, was die anderen emotional durchmachen. „Ich kann mir eben auch so gut vorstellen, was andere heute erlebt haben“, meinte die Olympiasiegerin.
Die Ski-Königin schilderte, dass sie in ihrer Karriere noch nie das erste Tor verpasst oder dort eingefädelt habe: „Ganz am Anfang meiner Karriere schied mein großes Vorbild Marlies Schild am ersten oder zweiten Tor aus und ich erinnere mich daran, das gesehen und zu mir gesagt zu haben, dass ich immer an das erste Tor denken muss.“
Shiffrin verriet, dass sie häufig an diese Situation denken müsse, wenn sie am Start stehe. „Jedes Rennen versuche ich mich zu erinnern, dass ich an das erste Tor denken muss. Aber es ist die notwendige Präzision, die in diesem Sport erforderlich ist, weil diese Dinge bei einem so geringen Spielraum eben passieren können“, sagte die US-Amerikanerin.