Drama um Ski-Superstar Lindsey Vonn. Die 41-Jährige stürzte bei ihrem Comeback bei den Olympischen Spielen schwer und musste mit einem Helikopter abtransportiert werden.
Olympia 2026: Neureuther wütet nach Vonns Sturz
Neureuther schimpft nach Vonns Sturz
Dadurch geriet auch die Silbermedaille von Emma Aicher in den Hintergrund. Vonn war bereits nach wenigen Sekunden an einem Tor hängen geblieben und danach durch die Luft gewirbelt worden. Einige Stunden später stand nach einer Mitteilung des behandelnden Klinikums fest: Sie zog sich mindestens einen Bruch im linken Bein zu und musste operiert werden.
Im ARD-Stream hatte Ski-Experte Felix Neureuther den schweren Unfall kommen gesehen. „Ich will ihr fast wünschen, dass sie es nicht übertreibt“, sagte Neureuther. Nur wenige Sekunden später stürzte die US-Amerikanerin dann schwer.
„Um Gotteswillen! Oh, scheiße. Entschuldigung, dass ich das sage. Ich kann nicht hinschauen“ sagte ein gerührter Neureuther kurz nach dem Sturz und beschwerte sich anschließend über die Weltregie: „Bitte geht da jetzt nicht drauf mit der Kamera.“
Olympia: Neureuther tobt wegen Vonn-Schreien
Als die Regie auch anschließend drauf blieb und sogar die Schreie der schwer verletzten Vonn laut einspielte, wurde Neureuther so richtig sauer.
„Ach bitte, zeigt doch nicht die Bilder und macht doch den Ton weg. Ich ziehe jetzt den Kopfhörer runter. Das kann doch nicht sein“, tobte der ARD-Experte.
„Es ist ein Albtraum! Es ist ganz, ganz fürchterlich. Das war ein Sturz, den ich in dieser Brutalität in fast 40 Jahren so noch nicht gesehen habe“, ergänzte Kommentator Bernd Schmelzer: „Es ist unerträglich.“
„Mein ganzes Mitgefühl ist gerade bei Lindsey Vonn. Ich hoffe, ihnen geht es zu Hause genauso, meine lieben Zuschauerinnen und Zuschauer. Man weiß gar nicht, wie man da reagieren soll. Dass es ein derartiges Ende nimmt, ist unfassbar traurig“, sagte ein bedrückter Schmelzer.
Genauso ging es auch Neureuther: „Ich weiß nicht wirklich, was ich sagen soll. Oh Lindsey, alles Gute!“
Vonn-Sturz? „Muss man nicht zelebrieren“
Als kurz danach erneut eine Zeitlupe des Sturzes gezeigt wurde, reagierte der ehemalige Ski-Star gereizt: „Da will ich gar nicht hingucken. Hört doch jetzt bitte auf, das zu zeigen.“
Das sah auch Schmelzer so, der die Regie ebenfalls kritisierte: „Ich muss das jetzt auch nicht dreimal sehen. Ich habe da auch eine andere Vorstellung von Empathie. Das muss man jetzt nicht drei-, viermal zeigen. Die Geschichte ist auserzählt. Das muss man jetzt hier nicht zelebrieren.“
Anschließend versuchte Neureuther, die Szene zu analysieren, auch wenn es ihm hörbar schwerfiel: „Sie hat oben alles riskiert. Das war ehrlich gesagt auch die Angst, die ich hatte, dass sie für dieses eine Rennen versucht über das Limit zu gehen. Wenn du eh schon so schwer verletzt bist, musst du mental so über die Grenze gehen, dass du überhaupt eine Chance hast.“
Neureuther über Vonn: „Bleibt die Größte“
„Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, wie ich wieder normal auf dieses Rennen blicken soll. Das schaffe ich irgendwie nicht mehr“, gab Neureuther zu.
„Das ist ein emotionaler Höhepunkt in negativer Sicht an diesem historischen Ort, den er nicht gebraucht hätte“, ergänzte Kommentator Schmelzer: „Es ist so tragisch, dass diese Karriere so endet.“
Neureuther versuchte anschließend zumindest trotz der gedrückten Stimmung etwas versöhnlich zu werden: „Sie ist und bleibt für mich die Größte. Mit allem, was sie erreicht hat, wie sie bei den Leuten polarisiert und wie sie immer wieder die Grenzen des scheinbar unmöglichen verschoben hat.“