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Olympia 2026: Raimund bei Prevc-Gold geschlagen

Raimund bei Prevc-Show geschlagen

Domen Prevc gewinnt nach einem furiosen Finalsprung Olympia-Gold vor Ren Nikaido und Kacper Tomasiak. Philipp Raimund muss sich mit Platz neun begnügen.
Philipp Raimund holte auf der Normalschanze noch Olympia-Gold. Auf der Großchance muss sich die deutsche Hoffnung allerdings geschlagen geben.
Domen Prevc gewinnt nach einem furiosen Finalsprung Olympia-Gold vor Ren Nikaido und Kacper Tomasiak. Philipp Raimund muss sich mit Platz neun begnügen.

Überflieger Philipp Raimund hat eine erneute Olympia-Medaille klar verpasst. Der 25-Jährige musste sich auf der großen Schanze mit dem neunten Rang begnügen, fünf Tage nach seinem Sieg vom kleinen Bakken war das Podest weit entfernt. Gold ging an Sloweniens Topfavorit Domen Prevc vor dem Japaner Ren Nikaido und Youngster Kacper Tomasiak aus Polen.

Raimund flog im Dauerregen von Predazzo auf 131,0 und 136,0 m, mit 277,4 Punkten fehlten ihm umgerechnet gut acht Meter zum Treppchen. Eine Klasse für sich war Prevc. Der Weltmeister flog auf 138,5 und 141,5 m und holte sich das erste Einzel-Gold seiner Karriere. Zugleich war es der erste Einzelsieg eines slowenischen Skisprings bei den Olympischen Winterspielen.

„Logischerweise bin ich jetzt gerade leicht gefrustet“, sagte Raimund: „Ich wusste, das Podest wird schwer, weil drei andere klar gezeigt haben, dass sie ziemlich stark unterwegs sind. Aber ich wollte zumindest um die Medaille mitfighten - das ist mir leider nicht ganz gelungen“.

Olympia: Deutsches Team enttäuscht

Der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger empfahl sich als 15. zumindest für den Platz neben Raimund im Super Team am Montag. Noch dahinter lagen Pius Paschke (24.) und Felix Hoffmann (25.).

Es war das schwächste deutsche Olympia-Ergebnis seit 2006, als Michael Neumayer als bester DSV-Adler den elften Rang belegt hatte.

Schon in der Probe hatte sich das schwache Abschneiden angedeutet, als Wellinger auf Rang 18 noch bester deutscher Springer gewesen war.

Im Wettkampf lief es dann kaum besser. Einziger deutscher Olympiasieger von der Großschanze bleibt somit Jens Weißflog (1994).

Einen letzten Einsatz hat Raimund in Norditalien noch: Im Super Team geht es am Montag in drei Durchgängen um die Medaillen, jede Mannschaft besteht aus zwei Springern.

Hannawald: „Die Schanze hier ist gnadenlos“

Auch Stefan Horngacher war enttäuscht. „Wir hatten uns schon erhofft, dass wir um eine Medaille mitspringen. Jetzt müssen wir das so hinnehmen“, sagte der Bundestrainer.

Raimund lag schon nach dem ersten Durchgang nur auf Rang zehn, das Skisprung-Wunder blieb danach aus. „Gold wird deswegen aber nicht blasser“, sagte Sven Hannawald in der ARD: „Aber die Schanze hier ist wirklich gnadenlos.“

Für das deutsche Team war es ein Tag zum Vergessen. Schon in der Probe hatte sich das schwache Abschneiden angedeutet, Raimund wechselte anschließend sogar wegen seiner geringen Anlaufgeschwindigkeit den Ski. Es half nicht viel.

Raimund: „Richtig sch****“

„Wer auf die Speed-Liste gekuckt hat, weiß, dass ich im Probedurchgang Zweitlangsamster war, also richtig sch****. Ich musste danach den Ski und den Schliff wechseln. Es war dann ein ungewohntes Set Up”, erklärte Raimund.

„Ich habe zwar damit schon Sprünge gemacht, es ist aber schwierig für Skispringer wenn kleine Nuancen nicht ganz passen, es trotzdem frei laufen zu lassen. Ich wusste, das Podest wird schwer, aber ich wollte zumindest um die Medaillen mitfighten und das ist mir nicht ganz gelungen“, ärgerte sich der 25-Jährige.

Das Springen zum Nachlesen:

+++ Prevc gewinnt Olympia-Gold +++

Ren Nikaido bringt sieben Punkte Vorsprung mit, gerät nach dem Schanzentisch aber ein wenig aus der Balance. Der Japaner bringt den Sprung zwar noch gut nach unten, verliert aber mit 136,5 Metern die entscheidenden Punkte auf Domen Prevc. Nikaido reiht sich immerhin auf Platz zwei ein und gewinnt eine weitere Medaille.

+++ Prevc mit Kampfansage +++

Jetzt geht es aber um Gold! Domen Prevc attackiert voll und fliegt auf sagenhafte 141,5 Meter. Das ist natürlich die Führung und eine mächtige Ansage an Ren Nikaido.

+++ Tomasiak erneut auf dem Podium +++

Kacper Tomasiak schlägt erneut zu! Der junge Pole fliegt auf 138,5 Meter und schiebt sich auf den ersten Platz. Kristoffer Eriksen Sundal landet kurz darauf bei 135,5 Meter und verpasst den Platz an der Spitze knapp. Damit hat Tomasiak erneut eine Medaille sicher.

+++ Hörl verdrängt Kobayashi +++

Jan Hörl darf auf eine Medaille hoffen. Der Österreicher fliegt auf 136 Meter und verdrängt Ryoyu Kobayashi von der Spitze. Vladimir Zografski ist hingegen knapp hinter Raimund zurückgefallen und wird wohl Platz zehn belegen.

+++ Mizernykh sorgt für faustdicke Überraschung +++

Ilya Mizernykh absolviert den Wettkampf seines Lebens. Mit 136 Metern scheitert der Kasache nur knapp an der Kobayashi-Marke. Der Underdog schiebt sich auf Platz zwei und darf sich über ein Top-10-Resultat freuen. Kurz danach schiebt sich Stefan Embacher zwischen Kobayashi und Mizernykh auf Platz zwei.

+++ Raimund scheitert an Kobayashi-Marke +++

Philipp Raimund steigert sich im Vergleich zum ersten Durchgang, kommt mit 136 Metern aber nicht an Ryoyu Kobayashi vorbei. Es reicht zunächst für den zweiten Platz. Antti Aalto springt im Nachgang 133 Meter, womit Raimund zumindest seinen Platz unter den Top 10 sicher hat.

+++ Kobayashi bläst zur Aufholjagd +++

Ryoyu Kobayashi lässt es wohl etwas zu spät krachen. Der Japaner springt ganz starke 138,5 Meter und geht in Führung. Pawel Wasek setzte sich kurz zuvor mit 130 Meter auf den dritten Platz. Damit dürfte er im Super Team den Vorzug vor Kamil Stoch erhalten.

+++ Forfang und Deschwanden überflügeln Wellinger +++

Die Führung von Andreas Wellinger hält nicht lange. Zunächst setzt sich Gregor Deschwanden mit 131 Meter deutlich vor ihn, ehe Johann Andre Forfang sogar auf 132,5 Meter segelt. Damit ist der Norweger an der Spitze.

+++ Wellinger übernimmt die Spitze +++

Andreas Wellinger setzt sich an Position eins! Der Olympiasieger aus dem Jahr 2018 kommt zwar nicht über 127 Meter hinaus, hatte jedoch mit einem Gate weniger und mehr Rückenwind zu kämpfen. Damit dürfte Wellinger seinen Platz im Super Team relativ sicher haben.

+++ Kytosaho segelt auf 136,5 Meter +++

Niko Kytosaho gelingt mit 136,5 Metern der bis jetzt weiteste Sprung im Finale. Aufgrund guter Windverhältnisse reicht es aber nur für Platz zwei. Die Jury geht mit dem Anlauf um ein Gate nach unten.

+++ Letzter Olympia-Sprung von Stoch? +++

War das der letzte Auftritt von Kamil Stoch bei Olympischen Spielen? Der dreimalige Olympiasieger bringt einen ordentlichen Sprung nach unten und setzt sich mit 131,5 Metern zunächst auf Platz drei. In wenigen Minuten ist Pawel Wasek an der Reihe, der sich mit Stoch um den Platz im Super Team duelliert.

+++ Bickner und Nakamura überzeugen +++

Der US-Amerikaner Kevin Bickner muss in der Luft zwar viel korrigieren, springt aber auf starke 134 Meter. Damit geht er fürs Erste in Führung. Kurz danach setzt Naoki Nakamura aber nochmal einen halben Meter oben drauf und landet deutlich sauberer. Der Japaner führt folgerichtig nach dem ersten Zehnerblock im Finale. 20 Athleten stehen noch oben.

+++ Hoffmann fällt hinter Paschke zurück +++

Felix Hoffmann kann auch im zweiten Sprung nicht zaubern. 126,5 Meter reichen hinter Kapustik und Paschke nur für Platz drei. Damit könnte er auch seinen Startplatz im Super Team verloren haben. Andreas Wellinger hat hier nun die besten Karten, sollte er im Finale nicht patzen.

+++ Lanisek enttäuscht - Paschke mit leichter Steigerung +++

Bitterer Tag für Anze Lanisek! Der Slowene landet schon bei 118,5 Metern und fällt damit auf den letzten Platz im Finale zurück. Bei Pius Paschke läuft es mit 127 Metern etwas besser. Es reicht zunächst für Platz zwei.

+++ Das Finale läuft +++

Der zweite Durchgang läuft Hektor Kapustik aus der Slowakei eröffnet mit 131 Metern. Gleich werden schon Pius Paschke und Felix Hoffmann an der Reihe sein. Für beide geht es auch noch um einen Start im Super Team. Nur Philipp Raimund dürfte hier gesetzt sein.

+++ Tschofenig disqualifiziert +++

Bittere Pille für Daniel Tschofenig! Der Österreicher wurde nach seinem Sprung auf 132,5 Meter disqualifiziert. Der Tourneesieger aus dem Vorjahr hatte in den Trainings enorme Probleme und sich im Wettbewerb zumindest weitenmäßig deutlich gesteigert. Allerdings sollen seine Schuhe nicht dem Reglement entsprochen haben.

+++ DSV-Adler nach Durchgang eins weit zurück +++

Nach einer weiteren deutschen Skisprung-Party sieht es nach Durchgang eins nicht aus. Philipp Raimund belegt nach einem Sprung auf 131 Meter als bester DSV-Adler Platz zehn und hat 9,8 Punkte Rückstand auf den Bronze-Platz. Andreas Wellinger kann mit 125 Metern und Platz 15 einigermaßen zufrieden sein, während Felix Hoffmann (24.) und Pius Paschke (27.) ein wenig hinterherhinken. Es führt Ren Nikaido (154 Punkte) vor Domen Prevc (147 P.) und Kristoffer Eriksen Sundal (145 P.). Kacper Tomasiak (141,7 P.) und Jan Hörl (141,7 P.) befinden sich in Lauerstellung.

+++ Prevc scheitert an Nikaido-Marke +++

Domen Prevc springt besser als auf der Normalschanze, aber nicht so stark wie Ren Nikaido. Der Slowene landet bei 138,5 Meter und verliert auch bei den Noten und bei den Windpunkten Boden auf den Japaner. Zwar reicht es für Platz zwei, jedoch trennen ihn bereits sieben Punkte von Nikaido. Aus eigener Kraft wird es selbst für Prevc schwer, den Sprung an die Spitze noch zu schaffen.

+++ Gewaltiger Sprung von Nikaido +++

Das ist eine Ansage auf Gold und das ist eine Ansage an Domen Prevc. Ren Nikaido katapultiert sich auf 140 Meter und landet butterweich im Telemark. Damit setzt er sich mit neun Punkten Vorsprung an die Spitze. Kann Prevc hier noch mithalten? Ryoyu Kobayashi kann es jedenfalls nicht. Der dreimalige Tournee-Sieger schafft es nur auf Platz elf.

+++ Tschofenig mit Steigerung +++

Daniel Tschofenig kann sich zwar im Vergleich zum Training steigern, hat mit 132,5 Metern aber auch kaum noch eine Chance auf die Medaillenplätze. Kurz danach erlebt mit Anze Lanisek ein Mitfavorit einen überraschenden Absturz. Der Slowene schafft es mit Ach und Krach ins Finale.

+++ Raimund kann kein Ausrufezeichen setzen +++

Das sieht nicht gut aus für die DSV-Adler. Philipp Raimund absolviert mit 131 Metern zwar den besten deutschen Sprung, platziert sich aber nur auf Rang acht. Damit ist es fast nicht mehr möglich, um die Medaillenränge mitzukämpfen. Besser machte es zuvor Jan Hörl, der sich mit 134,5 Meter auf Platz drei setzen konnte.

+++ Hoffmann weit zurück +++

Der schwache Probedurchgang setzt sich aus deutscher Sicht leider fort. Felix Hoffmann setzt sich mit 126 Metern nur auf Rang 19. Das reicht gerade so für das Finale.

+++ Kraft patzt in Durchgang eins +++

Das ist ein Paukenschlag! Stefan Kraft offenbart große Probleme und platziert sich nur auf Rang 28. Damit wird Kraft ähnlich wie Lindvik das Finale verpassen. Auch Stefan Embacher gelingt mit 133 Meter zwar ein guter, aber kein absoluter Top-Sprung.

+++ Tomasiak erneut stark - Sundal kontert +++

Die Silbermedaille von der Normalschanze scheint Kacper Tomasiak Flügel bereitet haben. Der Pole setzt sich mit einem Sprung auf 133 Metern an die Spitze. Kurz darauf fliegt der Norweger Kristoffer Eriksen Sundal noch mal drei Meter weiter und übernimmt die Führung.

+++ Lindvik droht das Aus +++

Der amtierende Olympiasieger von der Großschanze, Marius Lindvik, erlebt ein kleines Desaster und kommt nur auf den 21. Zwischenrang. Damit ist Paschke im Finale, während Lindvik ziemlich sicher raus ist.

+++ Zajc mit Schützenhilfe für Paschke +++

Timi Zajc verpatzt seinen Sprung und sorgt dafür, dass Paschke dem Finaldurchgang um einen Platz näher kommt. Kurz darauf zeigen Valentin Foubert und Johann Andre Forfang solide Sprünge und landen im Bereich von Andreas Wellinger, der nach 36 von 50 Springern den sechsten Platz belegt.

+++ Paschke muss um Finalplatz zittern +++

Pius Paschke kommt mit wenig Höhe vom Tisch und landet bei 125 Metern. Damit reiht er sich auf Platz 14 ein und muss noch um den Finaldurchgang zittern. Gregor Deschwanden konnte sich zuvor mit 129,5 Meter auf Platz vier setzen. Mit den Medaillen wird der Schweizer nach Bronze von der Normalschanze nichts zu tun haben.

+++ Mizernykh weiterhin an der Spitze +++

Nach 30 von 50 Athleten führt weiterhin der Kasache Ilya Mizernykh, der hier mit 140,5 Meter eine echte Marke gesetzt hat. Andreas Wellinger liegt weiterhin an Position vier und hat trotz seiner deutlich geringeren Weite von 127 Metern „nur“ 6,5 Punkte Rückstand auf den Führenden. Pius Paschke folgt als übernächster Athlet.

+++ Solider Sprung von Wellinger +++

Andreas Wellinger macht aus deutscher Sicht den Auftakt und springt bei etwas mehr Rückenwind auf 127 Meter. Ein mittelmäßiges Zwischenergebnis für den 30-Jährigen. Wichtig aus deutscher Sicht ist jedoch, dass die Anlaufgeschwindigkeit bei Wellinger gut war. Genau das war nämlich bei den DSV-Adlern und insbesondere bei Philipp Raimund ein Problem im Probedurchgang. Unmittelbar vor Wellinger konnte sich der Finne Aalto auf Platz zwei setzen.

+++ Mizernykh segelt auf 140,5 Meter und sorgt für Verkürzung +++

Damit hätte wohl kaum jemand gerechnet! Der junge Kasache Ilya Mizernykh stürzt sich mutig vom Schanzentisch ab und kommt mal so richtig gut ins Fliegen. Mit 140,5 Meter setzt er den mit Abstand weitesten Sprung von der Schanze. Zwar verwackelt er die Landung, jedoch geht er fürs Erste trotzdem klar in Führung. Die Jury reagiert und verkürzt den Anlauf um zwei Gates. Folgerichtig erhalten die Athleten fortan 10,9 Bonus-Punkte.

+++ Tate Frantz gelingt Befreiungsschlag +++

Tate Frantz ballt die Fäuste und schreit seine Freude in den Nachthimmel von Predazzo. Nach einer bislang gebrauchten Saison gelingt dem jungen US-Amerikaner sein mit Abstand bester Sprung und landet bei 133 Metern. Damit übernimmt Frantz nach 15 Springern die Führung. In gut zehn Minuten wird mit Andreas Wellinger der erste Deutsche an der Reihe sein.

+++ Palosaari knackt 130-Meter-Marke +++

Der Türkei Fatih Arda Ipcioglu ballt nach 127,5 Meter die Faust, wird jedoch kurz darauf vom Franzosen Jules Chervet und im Anschluss von Vilho Palosaari überflügelt. Der Finne darf sich über 131,5 Meter freuen und liegt nach den ersten zehn Springern relativ deutlich in Führung.

+++ Qiwu überraschend stark +++

Der Wettbewerb von der Großschanze läuft. Die Spur könnte aufgrund des nassen Schneefalls für kleinere Probleme sorgen. Unbeeindruckt davon setzt der Chinese Qiwu Song mit 127,5 Metern eine erste gute Marke in den Schnee. Das sollte der sichere Platz im Finale sein. Auch der in Oberstdorf lebende Este Kaimar Vagul jubelt über seine 125 Meter.

+++ Stiehlt Raimund Prevc erneut die Show? +++

Gelingt Philipp Raimund nach Gold von der Normalschanze heute noch die Zugabe? Der deutsche Top-Springer greift auf der Großschanze nach einer Medaille. Ehe Raimund mit der Nummer 45 an der Reihe ist, wollen die anderen drei DSV-Adler vorlegen. Den Auftakt macht Andreas Wellinger (Nummer 27), ehe Pius Paschke (Nummer 32) und Felix Hoffmann (Nummer 43) von der Schanze gehen. Top-Favorit Domen Prevc schließt den Durchgang mit der Nummer 50 ab. Seine schärfsten Rivalen sind nach den Trainingseindrücken Jan Hörl (44), Ren Nikaido (48) und Ryoyu Kobayashi (49).

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Prevc als klarer Goldfavorit

Als klarer Goldfavorit geht Domen Prevc ins Springen. Der Slowene gewann in diesem Winter elf von 21 Weltcup-Wettbewerben, zuletzt vier in Serie – mehr als die Hälfte aller Saison-Springen entschied er für sich. Nach Mixed-Gold peilt er nun auch im Einzel den Olympiasieg an.

Auf der Normalschanze blieb er hinter den Erwartungen, auf seiner stärkeren Großschanze gilt er jedoch als Top-Kandidat auf Gold. Im Abschlusstraining unterstrich er seine Rolle eindrucksvoll, gewann einen Durchgang mit 138,5 Metern und verzichtete anschließend auf weitere Versuche.

Raimund als deutsche Medaillenhoffnung

Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen vor allem auf Philipp Raimund. Der Normalschanzen-Olympiasieger unterstrich auch im letzten Training vor der Entscheidung seine Ambitionen auf eine weitere Medaille. Der 25-Jährige belegte am Freitagabend die Plätze vier und drei, auf den dritten Durchgang verzichtete der Oberstdorfer angesichts der weiten Flüge. In dieser Saison stand Raimund bereits fünfmal auf dem Weltcup-Podest und reist mit entsprechend großem Selbstvertrauen an.

Die übrigen DSV-Adler zeigten sich im Training noch mit Luft nach oben. Andreas Wellinger (37./8./12.) erreichte zumindest eine einstellige Platzierung, Felix Hoffmann (36./14./28.) und Routinier Pius Paschke (38./39./32.) blieben deutlich zurück. Neben Prevc sicherten sich Ren Nikaido und Jan Hörl weitere Trainingsbestweiten. Auch Karl Geiger, zuletzt Dritter in Willingen, zählt zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)