Philipp Raimund war ohnehin schon nicht bestens gelaunt nach seinem neunten Platz von der Großschanze, da musste sich der Olympiasieger von der Normalschanze auch noch fiese Tiraden slowenischer Fans gefallen lassen.
Olympia 2026: "Menschliche Schwäche!" Fan-Zoff um Raimund
Fan-Zoff um Raimund
„Naja. Sie haben gerade zu mir „Nein, nein, nein“ runtergerufen, wegen der Skiflug-WM, und ich habe denen gesagt: Ihr wisst schon, dass der Typ Schweizer ist. Mit dem habe ich in dem Sinne gar nichts zu tun. Also das fand ich etwas unangebracht“, erklärte Raimund den Vorfall auf SPORT1-Nachfrage.
Darum wurde Raimund bei Olympia von Fans beschimpft
Hintergrund: Der Schweizer FIS-Koordinator Hubert Mathis hatte bei der Skiflug-WM in Oberstdorf mit einer klaren Geste und jeder Menge „Neins“ eine Teilnahme von Sloweniens Superstar Domen Prevc im Teamwettbewerb verhindert, nachdem sich dessen Skier zuvor selbständig gemacht hatten.
Nun riefen etwa 20 slowenische Fans Raimund lautstark dieses „Nein“ entgegen, kurz bevor der sich in der Mixed-Zone den deutschen Journalisten zuwandte. Ob die Anhänger Raimund verwechselten oder ihm die Schuld für den Vorfall in Oberstdorf gaben, ist nicht aufzuklären.
Raimund macht seinem Ärger Luft
Raimund war so oder so bedient. „Die wissen aber schon, dass der Hubert, der oben reingekommen ist beim Domen beim Skifliegen, Schweizer ist? Ich habe damit ja gar nichts am Hut“, sagte Raimund und wurde noch deutlicher: „Von daher finde ich es unpassend, jetzt wo der Domen gewonnen hat, mir das hinterherzuwerfen. Komplett unnötig, zeugt aber von menschlicher Schwäche.“
Dabei pflegen Raimund und Prevc ein gutes Verhältnis. Kurz vor dem Auftakt von der Normalschanze waren beide sogar noch im Gespräch verwickelt an der Schanze entlanggeschlendert. „Ich bin mit dem Domen voll fein. Ich mag ihn sehr und komme generell mit jedem Springer klar“, sagte Raimund: „Ich glaube, die Fans nehmen sich manchmal zu viele Rechte raus.“