Es begann wie so oft mit einem X-Posting. Daniel Negreanu, der Pokerspieler mit der vermutlich größten Anhängerschaft in den sozialen Medien, startete eine umfangreiche Diskussion mit vier Kernforderungen.
Negreanu regt Regeländerungen an
- Keine Abdeckung des Gesichts in irgendeiner Form.
- Keine Sonnenbrillen
- Setzt ein Spieler mindestens 90% seiner Chips, ist er automatisch All-In.
- Keine Benutzung von Karten-Protektoren.
Wer die Diskussion verfolgt, wird feststellen, dass Negreanu vor allem bei den ersten beiden Punkten viel Zuspruch bekommt. Spieler wie Ike Haxton, der seit Covid bis heute mit einer FFP-Schutzmaske am Tisch sitzt oder der deutsche Highroller Christoph Vogelsang, dessen riesiger Hoodie (plus Sonnenbrille) auch der Gesichtsabdeckung dient, werden nicht selten für ihre Verhüllungen kritisiert.
Komplizierter stellt sich die Situation um Punkt 3 dar. Negreanu kritisiert, dass manche Spieler in vermeintlichen All-In Situatioen einen Chip zurückhalten und damit den Gegner verwirren. Sollte z.B. auf dem Flop der vermeintliche All-In-Move kommen, der Gegner bezahlt und dreht seinen Karten um (im Glauben der Gegner sei All-In), nur um zu sehen, dass der All-In-Spieler noch einen (oder mehrere) Chips übrig hat. Damit bleibt dem die Chance, noch aus der Hand rauszukommen, wenn auch nur mit einem sehr geringen Rest an Chips.
In der Umsetzung scheint das nur mit einem recht komplexen Regelwerk möglich zu sein. Eins hat Negreanu jedenfalls erreicht. Die Zeit um Weihnachten und Jahreswechsel wurde mit einer nicht unwichtigen Regeldiskussion befeuert.