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Olympiasieger stürzt in Schlucht und keiner bekommt es mit

Olympiasieger stürzt in Schlucht

Radprofi Thomas Pidcock stürzt bei der Katalonien-Rundfahrt in eine Schlucht. Sein Team bekommt das aber nicht mit.
Tom Pidcock stürzte auf der 5. Etappe der Katalonien Rundfahrt schwer
Tom Pidcock stürzte auf der 5. Etappe der Katalonien Rundfahrt schwer
© IMAGO/Belga
Radprofi Thomas Pidcock stürzt bei der Katalonien-Rundfahrt in eine Schlucht. Sein Team bekommt das aber nicht mit.

Der Radprofi Thomas Pidcock ist auf der fünften Etappe der Katalonien-Rundfahrt abseits der Kameras in eine Schlucht gestürzt.

Besonders brisant: Weder sein Team Q36.5 Pro Cycling noch andere Radprofis hatten den Sturz mitbekommen. „Ich hatte Glück, dass ich über Funk sprechen konnte. Ich war weit von der Straße entfernt, und niemand wusste, dass ich dort war“, gab Pidcock im Anschluss in seiner Instagram-Story bekannt.

Radprofi: „Großes Glück, dass ich unverletzt bin“

Glück im Unglück: Der Doppel-Olympiasieger von 2021 und 2024 im MTB-Cross Country konnte selbstständig zur Straße zurückkehren, sein Rad wechseln und anschließend mit fast 30 Minuten Rückstand ins Ziel kommen.

Doch wie war es zu dem Sturz gekommen? Pidcock beschrieb die Situation im Anschluss etwas genauer: „Ich habe während der Abfahrt getrunken und eine Kurve falsch eingeschätzt. Ich bin zu weit gefahren und in die Schlucht gestürzt. Es war wie einer dieser schrecklichen Stürze, die man so sieht, aber ich habe großes Glück, dass ich unverletzt bin.“

Erste medizinische Untersuchungen ergaben keine schwerwiegenden Verletzungen, sodass Pidcock seinen Start am nächsten Tag erst einmal offen lies. Über Nacht verschlechterte sich die Situation allerdings unerwartet, was einen Start am Samstag unmöglich machte.

Pidcock: Knie „wie ein Ballon“ angeschwollen

„Mein Knie ist ziemlich geschwollen“, sagte Pidcock. „Gestern hat mir mein Knie noch gar nicht wirklich wehgetan, es war mehr mein Handgelenk und mein Oberkörper.“ Über Nacht sei sein Knie allerdings „wie ein Ballon“ angeschwollen.

Inzwischen kann er aber schon wieder Witze machen: „Das Nervigste ist, dass es nicht gefilmt wurde. Wenn du stürzt, solltest du es zumindest auf Video haben. Aber c’est la vie“, scherzte er und bezeichnete sich selbst als „Ninja-Crasher.“