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Tour de France 2026: Bedeutende Trikot-Reform wegen Pogacar?

Bedeutende Tour-Reform wegen Pogacar

Mehr Punkte in Sprintetappen: Das Grüne Ttikot soll 2026 sprinterfreundlicher werden - und Pogacar weniger Chancen haben.
Jonathan Milan (l.). gewann 2025 das Grüne Trikot. Tadej Pogacar holte bei der Tour de France 2025 das Gelbe Trikot
Jonathan Milan (l.). gewann 2025 das Grüne Trikot. Tadej Pogacar holte bei der Tour de France 2025 das Gelbe Trikot
© IMAGO/Belga
Mehr Punkte in Sprintetappen: Das Grüne Ttikot soll 2026 sprinterfreundlicher werden - und Pogacar weniger Chancen haben.

Die Tour de France schraubt am Punktesystem für das Grüne Trikot – und richtet die Punktevergabe noch klarer auf die Sprinter aus. Teams sollen die Regeln für 2026 bereits erhalten haben. Nach einem Bericht des belgischen TV-Senders Sporza ist der Schritt auch als Reaktion auf Tadej Pogacars Annäherung an das Punkteklassement zu verstehen.

Der Kern der Reform: Auf als „flach“ eingestuften Etappen winken dem Sieger künftig 70 Punkte, der Zweite kassiert 50 und der Dritte 40. Bisher gab es auf den typischen Sprintetappen auf diesen Etappen 50,30, und 20 Zähler – damit wird selbst Platz drei massiv aufgewertet. Genau diese Verschiebung soll Massensprints im Kampf um Grün wieder zum entscheidenden Puzzleteil machen.

Bei der Tour 2025 musste Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) im Punkteklassement nur Jonathan Milan (Lidl-Trek) den Vortritt lassen: 372 Punkte für Milan, 294 für Pogačar – ein Abstand von 78 Zählern. Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) wurde sogar Vierter, was die Diskussion um die Balance des Systems zusätzlich befeuerte.

Tour-Reform wegen Pogacar und Vingegaard

Denn: Weder Pogacar noch Vingegaard hätten in einem klassischen Sprint eine Chance gegen die Experten, sammelten jedoch durch ihre vielen Tagessiege die Zähler. Viele Sprinter fühlten sich endgültig von den Veranstaltern im Stich gelassen. Pogacar trug Grün in der Rundfahrt zwischenzeitlich und war ohne ausgeprägten Sprint-Fokus plötzlich mittendrin im Duell mit den Spezialisten.

Für 2026 sind nach den vorliegenden Einstufungen die Etappen 5, 7, 8, 11, 12, 17 und 21 als „flach“ kategorisiert. Damit erhöht sich die Zahl der Tage, an denen ein klassisches Sprintteam richtig Punkte kassieren kann – nicht nur über Siege, sondern auch über die nun deutlich besser belohnten Podiumsplätze. Gerade im hektischen Finale können 50 Punkte für Rang zwei das Klassement schneller drehen als bislang.

Bemerkenswert: Auch das Finale nach Paris bleibt offiziell eine „flach“-Etappe, obwohl die spektakulären Montmartre-Passagen erneut Teil der Schlussphase sind. Für die Sprinter heißt das: Selbst wenn das Finale selektiver wird, liegt am Ende weiterhin ein großer Punkteblock auf der Straße. Ob daneben eine zusätzliche, feinere Abstufung der Etappen in Sachen Sprintpunkten kommt, ist in den bisher kolportierten Unterlagen noch offen.