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Tour de France: Vorschau auf die 7. Etappe

Vorschau auf die 7. Etappe

Nach der Schinderei am Tourmalet stehen in Bordeaux wieder die Sprinter im Mittelpunkt.
Zuletzt feierte 2023 Jasper Philipsen in Bordeaux
Zuletzt feierte 2023 Jasper Philipsen in Bordeaux
© AFP/SID/THOMAS SAMSON
Nach der Schinderei am Tourmalet stehen in Bordeaux wieder die Sprinter im Mittelpunkt.

7. Etappe (Freitag, 10. Juli): Hagetmau – Bordeaux (175,1 km)

Aus der Höhe des Tourmalet in die Hauptstadt des Sprints: Die Tour tauscht ihre Hauptdarsteller aus, statt der Kletterer dürfen zum zweiten Mal binnen drei Tagen die zuletzt ein Schattendasein fristenden schnellsten Männer im Peloton um den Sieg kämpfen. Nach dem ersten Massensprint in Pau dürfte es nun in Bordeaux zur Revanche kommen.

Zum 77. Mal ist die Stadt am Ufer der Garonne Tour-Ort, nur Paris war öfter dabei. Und weil sich die Fußballer der Stadt – der einst ruhmreiche frühere Zidane-Klub Girondins – nach dem Zwangsabstieg immer noch durch die 4. Liga quälen, ist die Frankreich-Rundfahrt nun ein willkommener Höhepunkt im ausgedünnten Sportkalender.

Sprinter dominieren Ankunft in Bordeaux

Die Anfahrt vom Startörtchen Hagetmau – die Heimat des Philosophen Henri Lefebvre feiert ihre Tour-Premiere – in Richtung Bordeaux ist recht unspektakulär. Ein Zwischensprint, eine Bergwertung der 4. Kategorie: Ausreißer bräuchten ein Wunder, um den Sprintern Show und Sieg zu stehlen.

Die Tour hatte sich zuletzt rar gemacht in Bordeaux: Zwischen 1947 und 1999 kam die Frankreich-Rundfahrt nahezu alljährlich vorbei, seitdem nur noch viermal, Zuletzt siegte 2023, natürlich: ein Sprinter. Der Belgier Jasper Philipsen feierte einen seiner vier Etappenerfolge in jenem Jahr. Letzter deutscher Gewinner in Bordeaux war Erik Zabel in den Jahren 1995 und 1997.