Ausreißer Mathieu van der Poel hat vor Tobias Johannessen (Uno-X Mobility), Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling) und Alex Baudin (EF Education – Easypost) die 9. Etappe der Tour de France gewonnen. Für den Ex-Weltmeister ist es der dritte Gewinn einer Tour-Etappe in seiner Karriere. Bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt ist es der erste Etappensieg für das Team Alpecin-Premier Tech.
Hitzeschlacht! Ex-Weltmeister gewinnt Tour-Etappe
Ausreißer gewinnt Hitzeschlacht
„Ich bin sehr glücklich über den Etappensieg“, freute sich der Niederländer kurz nach seiner Zieleinfahrt und fügte hinzu: „Es war ein richtig harter Tag. Bislang ist die Tour für unser Team nicht so gelaufen, wie wir sie uns vorgestellt haben.“
Fahrergewerkschaft fordert angepasste Startzeiten
Die Etappe war ursprünglich in einer Länge von 185,5 km geplant gewesen. Weil die Temperaturen am frühen Nachmittag im Département Corrèze die von den Behörden vorgegebenen Grenzwerte für Sportveranstaltungen überschritten, wurden in der Anfangsphase 30 Renn-Kilometer gestrichen. Die Fahrergewerkschaft CPA forderte in einem Schreiben vor Etappenstart, die Startzeiten der Sommerrennen anzupassen, „um die Gesundheit der Athleten zu schützen“.
In der Gesamtwertung blieb alles beim Alten. Titelverteidiger Tadej Pogacar (UAE Emirates-XRG) führt das Klassement weiter mit einem komfortablen Vorsprung von 2:42 Minuten vor Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) an. Dritter ist Pogacars Teamkollege Isaac del Toro (3:27 Minuten zurück).
Tour de France: Am Montag erste Pause
Während der Etappe fuhren über weite Strecken Florian Lipowitz und Teamkollege Remco Evenepoel ohne Helfer im Hauptfeld. Dies sorgte dafür, dass sich der Deutsche zwischenzeitlich zurückfallen ließ, um Versorgung für ihn und Evenepoel zu holen – eine Szene mit besonderem Charakter, nachdem es in den vergangenen Tagen Stunk zwischen beiden Red Bull-BORA-hansgrohe-Fahrern gab.
Am Montag ruht das Peloton erstmals. Neben Medienterminen steht nach kräftezehrenden Renntagen vor allem die Regeneration im Vordergrund, ehe am Dienstag, dem französischen Nationalfeiertag, die schwierige zehnte Etappe wartet. Die Kletterpartie durch die Auvergne über 166,6 km von Aurillac nach Le Lioran kommt mit sieben Bergwertungen auf den letzten 100 km daher, bevor es zum kurzen Bergauf-Finale in den 1240 m hohen Zielort im Zentralmassiv geht.
—– Mit Sport-Informations-Dienst (SID)