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"Etwas Besonderes": Engelhardts Flucht endet auf dem Podium

Deutscher bekommt goldene Startnummer

Der deutsche Meister wagt auf der zweiten Etappe einen Fluchtversuch - und erhält eine besondere Belohnung.
Felix Engelhardt auf dem Podium
Felix Engelhardt auf dem Podium
© AFP/SID/LOIC VENANCE
Der deutsche Meister wagt auf der zweiten Etappe einen Fluchtversuch - und erhält eine besondere Belohnung.

Stundenlang fuhr Felix Engelhardt vorneweg, vehement wehrte er sich gegen die anrollende Konkurrenz – und die beeindruckende Flucht, sie endete schließlich auf dem Podium. Zwar schlüpfte der deutsche Straßenrad-Meister nicht in das angestrebte Bergtrikot, das er um zwei Punkte verpasste, dafür erhielt Engelhardt in Barcelona als kämpferischster Fahrer für die dritte Etappe der Tour de France die goldene Startnummer.

„Wir wollten ursprünglich aufs Bergtrikot fahren. Das hat nicht ganz geklappt, aber trotzdem: Auf dem Tour-Podium zu stehen, ist etwas Besonderes“, sagte Engelhardt, der weitere Fluchtversuche ankündigte. „Wir schauen, dass wir in allen möglichen Fluchtgruppen vertreten sind und unsere Chancen nutzen“, erklärte der Mann vom australischen Team Jayco AlUla mit dem markanten Schnäuzer.

Engelhardt war am Sonntag schon kurz nach dem Start in Tarragona ausgebüxt, initiierte so die Fluchtgruppe des Tages. Erst in einem Trio, dann im Duo mit Alex Molenaar kämpfte der 25-Jährige auf den Anstiegen um wertvolle Bergpunkte, der Niederländer war jedoch stärker und übernahm nach Etappenende das gepunktete Jersey.

Erst knapp 30 Kilometer vor dem Ziel wurde Engelhardt vom Hauptfeld mit den Top-Favoriten um Tadej Pogacar und dem Gesamtführenden Jonas Vingegaard gestellt. Das deutsche Meistertrikot, das er sich vor einer Woche gesichert hatte, beflügelte ihn auf seiner Flucht. „Nicht viele haben das Privileg, die Tour im Meistertrikot fahren zu dürfen. Deswegen ist das was ganz Besonderes“, sagte Engelhardt.

Nach Starts bei der Vuelta a Espana und dem Giro d’Italia ist Engelhardt nun erstmals bei der Tour dabei. „Das ist schon etwas anderes. Aber man weiß, worauf man sich da einlässt. Man muss es genau so nehmen, wie jedes andere Rennen“, sagte der Debütant.

Schon auf der dritten Etappe, die vom spanischen Granollers in die französischen Pyrenäen führt, hat Engelhardt die nächste Fluchtgelegenheit. „Jetzt dürfen wir nicht in Schockstarre verfallen, dann ist die erste Woche rum“, warnte der Deutsche: „Wir müssen schauen, dass man die Chancen, die einer bekommt, nutzt. Es gibt nicht viele Chancen, in die Gruppe zu kommen.“