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Lance Armstrong über Florian Lipowitz: "Die Straße hat entschieden"

Das sagt Armstrong zu Lipowitz

Florian Lipowitz fällt beim Tour-Auftakt am Ende deutlich hinter Teamkollege Remco Evenepoel zurück. Radsport-Legende Lance Armstrong sieht damit die Hierarchie geklärt.
Jonas Vingegaard holt sich bei der Auftaktetappe der 133. Tour de France in Barcelona das Gelbe Trikot. Aus deutscher Sicht muss Florian Lipowitz einen kleinen Rückschlag einstecken.
Florian Lipowitz fällt beim Tour-Auftakt am Ende deutlich hinter Teamkollege Remco Evenepoel zurück. Radsport-Legende Lance Armstrong sieht damit die Hierarchie geklärt.

Remco Evenepoel vom Team Red Bull – BORA – hansgrohe hat beim Auftakt der Tour de France im Mannschaftszeitfahren früh ein Ausrufezeichen gesetzt – und dabei seinen Mannschaftskollegen Florian Lipowitz abgehängt. Entscheidend dafür: der Schlussanstieg zum Montjuic.

Lipowitz konnte Evenepoels Hinterrad nach einem Positionsfehler nicht halten. Der Deutsche verlor dadurch 35 Sekunden auf Tagessieger Vingegaard und fand sich im Klassement auf Rang acht wieder.

„Wir haben gestern darüber gesprochen. Die Teamleitung sagte: ‚Wir lassen die Straße entscheiden.‘ Ob das nur eine Floskel war, wissen wir nicht. Aber die Straße hat entschieden, und daraus wird Remco viel Selbstvertrauen ziehen“, kommentierte der über seinen Doping-Skandal gestürzte Ex-Tour-Rekordsieger Lance Armstrong in seinem Podcast „The Move“ das Duell der Teamkollegen.

Armstrongs früherer Teamkollege George Hincapie ergänzte: „Er hat das direkte Duell auf der Straße gegen seinen eigenen Teamkollegen Lipowitz gewonnen und ihn abgeschüttelt. Für mich ist das ein starkes Statement.“

Evenepoel spricht über Lipowitz

Evenepoel wollte im Ziel derweil keine große Teamanalyse anstellen und erklärte: „Ich weiß nicht, was mit Florian passiert ist.“ Der Fokus des Zeitfahr-Weltmeisters lag demnach auf dem eigenen Job – und darauf, dass die vereinbarte Taktik eingehalten wurde.

„Wir hatten die Abmachung, dass ich vom Fuß des ersten Anstiegs bis ganz nach oben das Tempo mache, dann sollten die anderen die Abfahrt nehmen – und danach ging es so schnell wie möglich bis ins Ziel“, erklärte Evenepoel: „Wir sind beide für unser eigenes Ergebnis gefahren.“

Trotz der Probleme im Finale zog Evenepoel ein positives Zwischenfazit. „Wir haben ein ziemlich gutes Zeitfahren gemacht“, sagte er – auch mit Blick auf die Mannschaftsstärke der Konkurrenz. „Wenn du dir die anderen Teams anschaust: Ich glaube, Ineos, Visma und UAE sind auf dem Papier stärker als wir.“

Evenepoel bei Gesamtwertung entspannt

Der Etappensieg ging derweil an Team Visma | Lease a Bike, Vingegaard übernahm damit auch das Gelbe Trikot. Netcompany Ineos wurde mit acht Sekunden Rückstand Zweiter, UAE Team Emirates-XRG lag zwölf Sekunden zurück.

Der neue Modus spielte dabei eine zentrale Rolle: Die Etappenwertung wurde nach der Zeit des ersten Fahrers eines Teams genommen, die Gesamtwertung basiert auf den individuellen Zeiten jedes Profis.

Evenepoel ordnete seine Position in der Gesamtwertung nüchtern ein: „Es ist wichtig, auf die Positionen in der Gesamtwertung zu schauen – und es sind nicht viele Fahrer vor mir.“