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Tour de France: Jan Ullrich überrascht von Lipowitz-Auftakt

Lipowitz-Auftakt überrascht Ullrich

Der deutsche Radstar Florian Lipowitz blickt nach Platz acht selbstkritisch auf den Start der Frankreich-Rundfahrt. Jan Ullrich, Tour-Sieger von 1997, zeigt sich überrascht von dem Auftakt.
Jonas Vingegaard holte sich bei der Auftaktetappe der 133. Tour de France in Barcelona das Gelbe Trikot. Aus deutscher Sicht musste Florian Lipowitz einen kleinen Rückschlag einstecken.
Der deutsche Radstar Florian Lipowitz blickt nach Platz acht selbstkritisch auf den Start der Frankreich-Rundfahrt. Jan Ullrich, Tour-Sieger von 1997, zeigt sich überrascht von dem Auftakt.

Nach dem Auftakt der Tour de France hat der deutsche Radstar Florian Lipowitz noch Nachholbedarf bei sich ausgemacht. „Viele haben das Problem, direkt zum Anfang bei hundert Prozent zu sein. So ging es mir zumindest“, sagte der Vorjahresdritte, der beim Team-Zeitfahren beim Start in Barcelona auf Rang acht fuhr.

„Die Beine waren noch nicht ganz so gut, aber ich bin trotzdem ganz happy. Ich bin froh, dass es losgeht“, sagte der Ulmer, der doch schon einige Sekunden Rückstand auf die Konkurrenz kassierte.

Tour de France: Ullrich überrascht von Lipowitz-Auftakt

35 Sekunden liegt Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) hinter Auftaktsieger Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike). Lipowitz‘ Teamkollege, Zeitfahr-Weltmeister Remco Evenepoel, kam als Kapitän des deutschen Rennstalls Red Bull-Bora-hansgrohe auf Platz fünf (0:19 Minuten zurück).

Die deutsche Rad-Legende Jan Ullrich zeigte sich bei Eurosport überrascht davon: „Ich habe gedacht, dass Remco und Florian zusammen ins Ziel kommen. Ich weiß nicht, wie viel Zeit Florian genau verloren hat, aber er wird noch ein paar Sekunden draufgepackt haben und so 30 Sekunden Rückstand haben. Das ist schon Einiges.“

Dennoch ist sich der Tour-de-France-Sieger von 1997 sicher, dass das keine Aussagekraft darüber hat, „wer im Gebirge der Stärkere ist.“

Lipowitz: „Gut zu sehen, dass Remco in guter Form ist“

Auch Lipowitz wollte nicht zu viel aus dem Ergebnis rauslesen. „Ich würde da nicht so viel Wert drauf geben“, sagte Lipowitz, der auf dem Weg zu Platz drei bei seinem Debüt im Vorjahr vor allem im Hochgebirge Zeit aufgeholt hatte, über Vingegaards Duftmarke: „Am Ende fahren wir drei Wochen Rennen, da kommt es nicht auf ein paar Sekunden an.“

Am Anstieg zum Olympia-Berg Montjuic hatte Lipowitz den Anschluss zu Teamkollege Evenepoel verloren, den Schaden aber als Solist in Grenzen gehalten.

„Am Start habe ich mich noch ganz gut gefühlt. Hinter Remco ist es hart. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich habe mich einfach ins Ziel gekämpft. Es war gut zu sehen, dass Remco in guter Form ist“, sagte Lipowitz. Der belgische Doppel-Olympiasieger kam als Fünfter mit 19 Sekunden Rückstand ins Ziel.

Am Sonntag steht voraussichtlich der nächste Schlagabtausch der Klassementfahrer an. Die giftigen Anstiege zum Montjuic liegen dabei eher Pogacar, Evenepoel und Co. als Lipowitz.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)