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Tour de France: "Tour langsam lang": Lipowitz mit leichten Zweifeln

Bei Lipowitz nehmen die Zweifel zu

Florian Lipowitz ist am Samstag in den Vogesen gefordert. Die deutsche Tour-Hoffnung äußert leichte Zweifel an seiner Form.
Beim Sieg von Mauro Schmid auf der 13. Etappe der Tour de France landet Tom Pidcock einen Coup im Kampf um die Gesamtwertung. Der Brite zieht unter anderem an Florian Lipowitz vorbei.
Florian Lipowitz ist am Samstag in den Vogesen gefordert. Die deutsche Tour-Hoffnung äußert leichte Zweifel an seiner Form.

Florian Lipowitz horchte in seinen Körper hinein – und schien die Signale seiner Beine nur zu Teilen deuten zu können. „Mal schauen“, sagte der deutsche Radsport-Star am ARD-Mikrofon, als er vor der Rückkehr der Bergetappen bei der Tour de France nach seiner Form gefragt wurde: „Die Tour wird jetzt langsam lang. Die Beine sind vielleicht nicht mehr ganz so frisch. Ich glaube, das zeigt sich dann erst, wenn man alles geben muss.“

Das dürfte bereits am Samstag der Fall sein, wenn auf der 14. Etappe in den Vogesen der Kampf um das Podest fortgesetzt wird. 3800 Höhenmeter und vier gewertete Anstiege – davon drei der ersten Kategorie – stehen auf den 155,3 km zwischen Mülhausen und dem Ziel in Le Markstein Fellering auf dem Programm.

Lipowitz nimmt das Rennen unweit der deutschen Grenze als Siebter in Angriff. Auf der 13. Etappe am Freitag hatte er eine Position eingebüßt, weil der Brite Thomas Pidcock als Ausreißer einen großen Sprung nach vorn machte. Auf Sicht wird Pidcock (+4:15) mit den Rundfahrt-Spezialisten um Lipowitz aber nicht mithalten können.

Pogacar fordert Konkurrenz zum Angriff auf

Lipowitz‘ Rückstand auf Pogacar im Gelben Trikot beträgt stolze 4:44 Minuten. Das Podium ist für den Vorjahresdritten aber nach wie vor in Reichweite. Ex-Champion Jonas Vingegaard (+3:36) ist Zweiter, sein belgischer Teamkollege bei Red Bull-Bora-hansgrohe, Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel (+4:06), Dritter.

Pogacar rief seine Konkurrenten um Lipowitz vor den beiden Bergetappen am Wochenende derweil dazu auf, den Kampf um den Gesamtsieg trotz seines deutlichen Vorsprungs nicht aufzugeben. „Wenn man nur auf Platz zwei fährt, ist das ein bisschen schade“, sagte Pogacar: „Gerade bei der Tour gibt es mit einer starken Mannschaft so viele Möglichkeiten. Man muss immer auf den Sieg abzielen und an den Erfolg glauben.“

Lipowitz ist der Zuspruch des deutschen Anhangs jedenfalls sicher. Schon am Freitag seien „wahnsinnig viele deutsche Fans an der Strecke“ gewesen, so der 25-Jährige: „Das motiviert natürlich. Ich freue mich auf das Wochenende. Es ist einfach schön, wenn so viel deutsche Begeisterung an der Strecke zu spüren ist.“