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Dramatisches Tour-Aus für Pechvogel

Dramatisches Tour-Aus für Pechvogel

Schon beim Giro hatte der Belgier Arnaud De Lie unter kuriosen Umständen aufgeben müssen.
Kein Tour-Start: Arnaud De Lie
Kein Tour-Start: Arnaud De Lie
© AFP/SID/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT
Schon beim Giro hatte der Belgier Arnaud De Lie unter kuriosen Umständen aufgeben müssen.

Der belgische Radprofi Arnaud De Lie bleibt in diesem Jahr der Pechvogel der großen Rundfahrten. Der Sprinter des Teams Lotto-Intermarché gab am Montag auf der dritten Etappe der Tour de France auf, nachdem er bereits früh abreißen lassen musste und weit hinter dem Feld herfuhr.

„Das ist natürlich eine riesige Enttäuschung“, sagte De Lie: „Ich hatte monatelang daran gearbeitet, für diese Tour de France bereit zu sein, und davon geträumt, bei den Sprintankünften um den Sieg zu kämpfen.“

De Lie hatte vor dem Grand Départ in Barcelona an einer Magen-Darm-Infektion gelitten. Der Teamkollege des deutschen Profis Georg Zimmermann musste deshalb bereits auf die Fahrerpräsentation am Donnerstag verzichten, danach quälte sich der 24-Jährige trotz stetiger Fortschritte durch die ersten beiden Etappen. Am Montag reichte dann an den letzten Anstiegen bei knapp 40 Grad die Kraft nicht mehr, wie sein Rennstall mitteilte.

De Lie: „Heute fehlte mir einfach die Kraft“

„Ich habe auf den ersten beiden Etappen alles gegeben, was ich hatte, aber heute fehlte mir einfach die Kraft, weiterzufahren, vor allem bei dieser extremen Hitze“, sagte der junge Sprinter.

Schon beim Giro d’Italia hatte De Lie auf der vierten Etappe entkräftet aufgeben müssen, damals litt er unter einem Virusinfekt. Diesen hatte er, wie danach rekonstruiert wurde, unter kuriosen wie unappetitlichen Umständen erlitten: Bei einem Rennen kurz vor dem Giro war De Lie regennasser Kuhdung von der Straße in den Mund gespritzt – und in diesem befand sich der Erreger. Auch mehrere andere Fahrer infizierten sich.