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Nächtliche Dopingkontrolle: Pogacar und Vingegaard getestet

Nächtliche Dopingkontrolle: Pogacar und Vingegaard getestet

Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard bekommen bei der Tour de France nächtlichen Besuch von den Dopingkontrolleuren.
Kurze Nacht für Tadej Pogacar (l.) und Jonas Vingegaard
Kurze Nacht für Tadej Pogacar (l.) und Jonas Vingegaard
© AFP/SID/JEFF PACHOUD
Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard bekommen bei der Tour de France nächtlichen Besuch von den Dopingkontrolleuren.

Die Radsport-Stars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard sind bei der Tour de France um ihren Schlaf gebracht worden. Wie der Gesamtführende Pogacar sowie sein erster Verfolger Vingegaard vor dem Start der 15. Etappe in Champagnole mitteilten, fanden in der Nacht zu Sonntag unangekündigte Dopingkontrollen statt.

Vingegaard wurde nach eigenen Angaben um 2.00 Uhr geweckt, bei Pogacar kamen die Kontrolleure um 5.00 Uhr. „Ich habe gut geschlafen, aber dann klopfte es an der Tür. Es war für mich eine große Überraschung“, sagte Vingegaard bei Eurosport: „Es ist gut, dass sie testen. Aber natürlich hat das einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit vor so einer Etappe. Ich hoffe, dass ich nicht der einzige war. Es muss für alle gleich sein.“ Es habe 40 Minuten gedauert, bis er wieder auf seinem Zimmer gewesen sei.

Pogacar gab an, lediglich vier Stunden geschlafen zu haben. „Es war definitiv nicht schön, mitten aus süßen Träumen geweckt zu werden“, sagte der Träger des Gelben Trikots am Start und ergänzte: „Ich konnte einfach nicht wieder einschlafen. Also habe ich alte Eminem-Hits gehört und mir Kaffee gemacht. Jetzt bin ich ziemlich überkoffeiniert.“

Er werde als Gesamtführender nach jeder Etappe getestet, so Pogacar, der seinen Frust nicht an den Kontrolleuren auslassen wollte: „Ehrlich gesagt tut es mir auch ein bisschen leid für sie. Ich kann mir vorstellen, dass manche Fahrer genervt oder sogar wütend reagieren. Aber sie können nichts dafür. Sie machen nur ihren Job – die Entscheidung treffen ihre Vorgesetzten.“

Die 15. Etappe am Sonntag führte in die französischen Alpen. Fast 4000 Höhenmeter lagen auf den 183,9 km zwischen Champagnole und der Bergankunft auf dem Plateau de Solaison.