Paul Seixas hat auf der dritten Etappe der Tour de France ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 19-jährige Franzose von Decathlon CMA CGM blieb im Etappen-Finale in der Gruppe der besten Fahrer und fuhr auf Rang vier. Nur Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und Richard Carapaz waren bei der Bergankunft in Les Angles schneller.
Pogacar-Lager fürchtet Wunderkind Paul Seixas
Pogacar-Lager fürchtet Wunderkind
Der Unterschied zum Vortag: In Barcelona hatte Seixas nach einer Reifenpanne vor dem Finale eine kräftezehrende Aufholjagd hinlegen müssen. Nach drei Etappen trägt Pogacar das Gelbe Trikot – zeitgleich mit Vingegaard, aber vorne im Tiebreak. Seixas ist Sechster der Gesamtwertung mit 48 Sekunden Rückstand.
Im Lager von Pogacar ist man von der starken Vorstellung des Franzosen nicht überraschend. UAE-Profi Félix Großschartner warnte nach dem Zieleinlauf: „Paul Seixas ist eine echte Bedrohung. Er hat das ganze Jahr gezeigt, dass er superstark ist.“ Der Österreicher fügte hinzu: „Er ist superjung, es ist seine erste Grand Tour, aber man muss ihn zu 100 Prozent für die Gesamtwertung auf dem Zettel haben.“
UAE begründet Taktikwechsel
Großschartner erklärte zudem, warum UAE am Montag konsequent auf Etappensieg fuhr: „Tadej hat gesagt, dass er sich gut fühlt. Florian hat angefangen zu fahren. Sie haben vorne nicht gut zusammengearbeitet.“
Deshalb sei die Entscheidung gefallen, „die Etappe zu ziehen“. Trotz des frühen Prestiges blieb die Botschaft nüchtern: „Es ist gut, heute gewonnen zu haben, aber wir haben noch einen langen Weg.“