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Wird die Tour de France verlegt?

Wird die Tour de France verlegt?

In der Diskussion um die zunehmende Hitzeproblematik im Radsport bezieht Red-Bull-Teamchef Ralph Denk Stellung - und macht kontroverse Vorschläge.
Die 11. Etappe der Tour de France stand ganz im Zeichen der Sprinter. Sören Waerenskjold schnappte sich den Tagessieg. Die deutsche Hoffnung, Max Kanter, konnte nicht entscheidend eingreifen.
In der Diskussion um die zunehmende Hitzeproblematik im Radsport bezieht Red-Bull-Teamchef Ralph Denk Stellung - und macht kontroverse Vorschläge.

Teamchef Ralph Denk vom deutschen Top-Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe hat in der aufkommenden Debatte über Anpassungen im Radsport-Kalender aufgrund der zunehmenden Hitzeproblematik eine Verlegung der Tour de France in den August ins Spiel gebracht.

„Von mir aus ist das denkbar – wenn sich die Rennfahrer wohler fühlen und es dadurch weniger heiß ist. Warum nicht?“, sagte Denk im teameigenen Podcast: „Ob die Tour de France im Juli oder im August stattfindet, macht für uns keinen entscheidenden Unterschied.“

Im Gegenzug könnte die Vuelta in Spanien statt Ende August im April starten. „Dort fand sie in den 80er- und 90er-Jahren statt“, sagte Denk. Gesetzt seien dagegen die Frühjahrsklassiker wie Paris-Roubaix: „Diesen Block darf man, glaube ich, nicht auseinanderreißen. Sie heißen schließlich nicht umsonst Frühjahrsklassiker.“

Denk begrüßt Vorstoß von Pogacar

Auch die Einführung einer Sommerpause wie beispielsweise in der Formel 1 ist für Denk eine Option. Er würde sich wünschen, „dass man den Teams vielleicht eine Sommerpause gibt und dafür die Saison hinten raus etwas verlängert“, so Denk.

Zuletzt hatte Radsport-Star Tadej Pogacar während der laufenden Tour de France eine radikale Maßnahme angeregt. „Wenn ich die Macht dazu hätte, würde ich den Rennkalender komplett ändern und im Juli, August gar nicht mehr in den heißen Gegenden fahren“, hatte der Gesamtführende gesagt.

Denk begrüßte Pogacars Vorstoß, „auch ich würde mich als Teamvertreter an den Tisch setzen und darüber diskutieren. Da gibt es sicherlich spannende Ideen.“

Etappen sollen nicht früher starten

Man müsse generell offen sein für Veränderungen. Etappen früher starten zu lassen, sei allerdings „ein absolutes No-Go“, sagte Denk. Man könne aber darüber diskutieren, den Start etwas weiter nach hinten zu verlegen.

„Wenn ein Zieleinlauf – was im Sommer ja möglich ist – erst gegen 21.00 Uhr ist, könnte ich mir vorstellen, dass das vielleicht sogar ganz cool ist. Man würde bis kurz vor Einbruch der Dunkelheit fahren. Da haben die Leute Zeit, den Fernseher einzuschalten oder das Rennen über die Social-Media-Kanäle zu verfolgen.“