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Tour-Aus für Top-Sprinter

Prominentes Tour-Aus

Fernando Gaviria ist kurz vor dem Ziel der zwölften Etappe in einen Massensturz verwickelt. Nun gibt sein Team die bittere Diagnose bekannt. Der Sturz hat weitere Auswirkungen.
Die 12. Etappe der Tour de France stand noch einmal ganz im Zeichen der Sprinter. Den von einem heftigen Sturz überschatteten Zielsprint gewann einmal mehr der Belgier Tim Merlier.
Fernando Gaviria ist kurz vor dem Ziel der zwölften Etappe in einen Massensturz verwickelt. Nun gibt sein Team die bittere Diagnose bekannt. Der Sturz hat weitere Auswirkungen.

Fernando Gaviria ist bei der Tour de France 2026 zur Aufgabe gezwungen. Der kolumbianische Sprinter von Caja Rural-Seguros RGA erlitt nach einem heftigen Sturz auf der zwölften Etappe einen Bruch des linken Schlüsselbeins und kann nicht mehr weiterfahren. Für das Wildcard-Team ist der Ausfall des ehemaligen Gesamtführenden (2018) ein herber Schlag.

Der Sturz wenige hundert Meter vor dem Ziel in Chalon-sur-Saône hatte noch weitere Konsequenzen. Wie das Team Lotto-Intermarché am Abend mitteilte, muss auch der ebenfalls verwickelte Jenno Berckmoes aufgeben. Auch er erlitt einen Schlüsselbeinbruch, Berckmoes wird am Freitag in Belgien operiert.

Sturzopfer Slock soll Tour fortsetzen können

Teamkollege Liam Slock kam ebenso zu Fall, erlitt nach ersten Einschätzungen hauptsächlich Schürfwunden an den Ellenbogen und an der Hüfte. Er soll die Tour fortsetzen können.

Der Crash ereignete sich im Massensprint, als Gaviria im hohen Tempo die Räder mit Bahrain Victorious-Profi Vlad Van Mechelen verhakte und zu Boden ging.

Sturz hat bittere Konsequenzen für Gaviria

Gaviria konnte die Ziellinie zwar noch überqueren, gestützt von seinem Teamkollegen Stefano Oldani, musste danach aber zur medizinischen Kontrolle. Kurz darauf stieg er mit stark bandagierter linker Schulter ins Teamauto und sagte zu Reportern nur: „So ist das Leben.“

Sportdirektor José Miguel Fernández schilderte die Szene später: „Sie waren an dieser Stelle extrem schnell, und der Sturz war ein sehr harter.“ Besonders bitter: „Wenn uns hier bei dieser Tour jemand wirklich von etwas Großem hat träumen lassen, dann er.“ Nach Angaben des Spaniers zerbrach Gaviria sogar der Helm, entscheidend sei aber das Schlüsselbein gewesen.

Caja Rural verliert in kurzer Zeit den zweiten Mann

Auch Oldani machte deutlich, wie schlimm es seinen Kapitän erwischt hatte: „Ich habe von seinem Sturz bis zum Bus mit ihm gesprochen, und ich habe gemerkt, dass er wirklich nicht in einem guten Zustand war. Er ist sehr hart aufgeschlagen und hat mir gesagt, wie sehr ihm das Schlüsselbein weh tut.“

Für Caja Rural wiegt der Ausfall doppelt schwer, weil Gaviria als früherer Tour-Etappensieger und Träger des Gelben Trikots (2018) als Fixpunkt im Sprintzug eingeplant war.

Der spanische Rennstall hatte in dieser Tour bereits Alex Molenaar nach einem Sturz auf der fünften Etappe verloren, bei dem sich der Niederländer die rechte Hand brach.

Fernández kündigte trotz der Rückschläge an: „Von hier an werden wir weiterkämpfen“, auch weil die kommenden Tage Chancen für Ausreißer böten. Im Sprint will Caja Rural nun stärker auf Oldani setzen: „Wir sind motiviert und entschlossen, vorne dabei zu sein.“