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Tour de France: Radprofi trotzt verpasstem Start

Tour-Profi verpasst den Start

Thymen Arensman kommt beim Tour-Zeitfahren zu spät an den Start - und liefert trotzdem eine Top-Zeit ab.
Die Tour de France 2026 findet vom 4. bis 26. Juli statt. Von Barcelona machen sich die Fahrer um Titelverteidiger Tadej Pogacar auf den Weg nach Paris.
Thymen Arensman kommt beim Tour-Zeitfahren zu spät an den Start - und liefert trotzdem eine Top-Zeit ab.

Thymen Arensman hat sich bei der Tour de France einen Moment erlaubt, den sich in einem Einzelzeitfahren eigentlich niemand leisten kann: Der Niederländer erschien am Dienstag zum Einzelzeitfahren (16. Etappe) zu spät auf der Startrampe. Die Uhr lief regelkonform an – Arensman setzte sich erst rund zehn Sekunden nach seiner geplanten Startzeit in Bewegung.

Der historische Vergleich lag sofort auf der Hand: Tour-Sieger Pedro Delgado verpasste beim Prolog 1989 in Luxemburg seinen Start sogar um 2:40 Minuten – und kassierte damit gleich am ersten Tag 2:54 Minuten Rückstand auf Tagessieger Erik Breukink. Arensman blieb dieses Desaster erspart, auch wenn er wie „Perico“ damals hektisch improvisieren musste.

Arensman nimmt die Schuld auf sich

Sportlich begrenzte Arensman den Schaden bemerkenswert: Er wurde Siebter, 1:47 Minuten hinter Evenepoel. Zwischenzeitlich hatte er sogar die zweitschnellste Richtzeit – hinter Mattia Cattaneo – ehe er am Ende vier Sekunden über dessen Marke lag.

Der 26-Jährige, beim vergangenen Giro d’Italia Gesamtvierter, nahm die Schuld nach dem Ziel offen auf sich. „Das ist meine Schuld. Ich war konzentriert, aber niemand hat mir gesagt, dass ich aufhören muss (mit dem Aufwärmen) – weder der Physio vom Team noch jemand von der UCI“, sagte Arensman bei NOS und ergänzte: „Ich habe versucht, ruhig zu bleiben und so hart wie möglich zu treten.“