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Diagnose nach Tour-de-France-Aus: Gewissheit bei Florian Lipowitz!

Gewissheit bei Lipowitz

Florian Lipowitz stürzt auf der 16. Etappe der Tour de France - und kann das Einzelzeitfahren nicht fortsetzen. Die Frankreich-Rundfahrt ist für ihn vorzeitig beendet. Am Dienstagabend steht die genaue Diagnose fest.
Florian Lipowitz ist bei der Tour de France schwer gestürzt und musste umgehend aufgeben. Das erinnert an einen Sturz vom vergangenen Wochenende.
Florian Lipowitz stürzt auf der 16. Etappe der Tour de France - und kann das Einzelzeitfahren nicht fortsetzen. Die Frankreich-Rundfahrt ist für ihn vorzeitig beendet. Am Dienstagabend steht die genaue Diagnose fest.

Der üble Sturz von Florian Lipowitz auf der 16. Etappe der Tour de France hat schwerwiegende Folgen! Der deutsche Hoffnungsträger vom Team Red Bull-Bora-Hansgrohe rutschte beim Einzelzeitfahren in einer Kurve weg, knallte heftig auf den Asphalt und musste das Rennen aufgeben. Die Frankreich-Rundfahrt ist für den Vorjahresdritten damit vorzeitig beendet.

Lipowitz hat sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Das gab sein Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe am Dienstagabend bekannt.

„Nach seinen beeindruckenden Leistungen und den vielen besonderen Momenten in den vergangenen zwei Wochen ist dies ein bitteres und viel zu frühes Ende seiner Tour de France 2026. Das gesamte Team steht geschlossen hinter Florian und wird ihn auf seinem Weg zurück bestmöglich unterstützen. Unser Fokus liegt nun auf seiner Genesung“, heißt es in der Pressemitteilung. Über die Ausfallzeit von Lipowitz gibt es vorerst keine konkreten Angaben.

Tour de France: Lipowitz stürzt folgenschwer

Bei seinem Sturz bei hoher Geschwindigkeit rauschte Lipowitz in die Streckenbegrenzung und blieb zunächst liegen. Anschließend konnte er zwar noch selbstständig zum Rettungsfahrzeug laufen, hielt sich dabei jedoch mit schmerzverzerrtem Gesicht die Schulter.

Lipowitz wurde im Ziel in Thonon-les-Bains in der mobilen medizinischen Station der Tour versorgt, seine Freundin Antonia stand ihm tröstend bei. Für weitergehende Untersuchungen werde er in ein Krankenhaus gebracht. Am Abend folgte dann die Diagnose des Schlüsselbeinbruchs.

Kommentator bestürzt: „Es ist schrecklich“

„Nein. Nein. Bitte nicht. Aber er ist es. Florian Lipowitz schwer gestürzt. Es ist schrecklich. Mit der Schulter an den Bordstein“, meinte ARD-Kommentator Florian Naß beim Anblick der Bilder des Sturzes.

Und weiter: „Es ist so schrecklich. Das Trikot ist offen. Es ist, was den Schockmoment angeht, exakt das Gleiche, was wir am Sonntag bei Jonas Vingegaard gesehen haben. Das nimmt und raubt uns alles an positiver Energie, positiver Emotionalität.“

Mit Lipowitz, der in der Gesamtwertung vor dem Rennen auf Rang fünf lag, erwischte es nach Jonas Vingegaard den nächsten Topfahrer. Der Däne war bereits am Sonntag auf der 15. Etappe schwer gestürzt und hatte die Tour ebenso vorzeitig beenden müssen.

Lipowitz-Drama: Evenepoel und Pogacar reagieren

Derweil gewann Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel das Einzelzeitfahren am Dienstag. Der Teamkollege von Lipowitz siegte nach 26,1 km in Thonon-les-Bains am Genfer See vor Spitzenreiter Tadej Pogacar (UAE Emirates-XRG) und Mattias Skjelmose (Dänemark/Lidl-Trek). 

„Ich habe gerade gehört, dass mein Teamkollege Lipo gestürzt ist. Das ist natürlich ein großes Unglück. Dementsprechend ist es gerade ein bittersüßes Gefühl trotz des Sieges. Ich wünsche ihm das Allerbeste und hoffe, dass es nicht zu schlimm ist“, erklärte der Belgier im Siegerinterview.

Der Sportliche Leiter Patxi Vila sprach von einem „seltsamen Gefühl. Wir sind glücklich und traurig. Ich hoffe, dass er schnell wieder gesund zurückkommt“. Auch Pogacar schickte Genesungswünsche: „Ich bin an derselben Stelle auch fast gestürzt. Ich hoffe, dass Lipo okay ist.“


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)