Die Hitzeschlacht auf der Tour de France verschärft sich: Auf der vierten Etappe der 113. Ausgabe rollte das Feld bei Temperaturen um 40 Grad los. Der Radsport-Weltverband UCI und Tour-Veranstalter ASO reagierten mit einer Ausnahmeregelung, um die Belastung für die Fahrer abzufedern.
Tour de France: Ausnahmereglung wegen extremer Hitze
Ausnahmereglung wegen extremer Hitze
Konkret werden die Bestimmungen für die Versorgung vorübergehend gelockert. Die Zonen, in denen Musettes ausgegeben werden dürfen, wurden ausgeweitet, damit die Teams zusätzliche Verpflegung und vor allem Flüssigkeit anreichen können. Ziel ist eine bessere Hydratation im Peloton, während die extremen Temperaturen weiter anhalten.
Die Etappe führt am Dienstag von Carcassonne nach Foix – und schon am Start war klar, dass das Wetter den Rennverlauf mitbestimmen wird. In einem Feld, das ohnehin permanent am Limit fährt, können Überhitzung und Dehydrierung zum entscheidenden Faktor werden. Entsprechend hoch war die Aufmerksamkeit auf jede Bewegung rund um die Verpflegung.
Alaphilippe erwartet schweren Tag
Julian Alaphilippe stellte sich vor dem Start bei France Televisions auf einen weiteren Härtetest ein. „Es wird am Dienstag wieder richtig heiß. Ich weiß, dass es wieder schwierig wird, gestern war es kompliziert – ich warte auf bessere Tage“, sagte der zweifache Weltmeister.
Alaphilippe machte zugleich klar, dass er die Lage nicht dramatisieren will: „Kein Tag für mich? Es geht immer noch schlimmer – ich denke an meinen Teamkollegen Arvid de Kleijn, der gestern 90 Kilometer allein gefahren ist.“ Und er ergänzte: „Ich glaube, die Hitze lässt alle leiden, aber wir werden kämpfen und ich weiß, dass sich Chancen ergeben werden.“
Für den Franzosen ist es bereits die achte Tour-Teilnahme (2016, 2018, 2019, 2020, 2021, 2023, 2025, 2026) – sein Ziel bleibt eine siebte Etappenattacke zum Sieg.