Die Fragezeichen rund um Julian Alaphilippe bei der Tour de France 2026 werden immer größer. Nachdem die bisherige Rundfahrt in der Heimat für den Franzosen eine echte Enttäuschung gewesen war, startete der zweimalige Weltmeister vom Tudor Pro Cycling Team am Mittwoch auf der 11. Etappe die große Attacke.
Tour de France: Brutaler Einbruch! Sein Heimspiel wird zum Albtraum
Tour-Star erlebt brutalen Einbruch
Beim 16. von insgesamt 161,3 Kilometern setzte sich Alaphilippe gemeinsam mit Anthon Charmig (Uno-X Mobility), Nelson Oliveira (Movistar) und Mathis Le Berre (TotalEnergies) entscheidend vom Rest des Feldes ab und baute in der Folge den Vorsprung auf 1:35 Minuten aus.
Über 100 Kilometer sollte das Quartett in dieser Konstellation die Etappe anführen, doch dann kam es einmal mehr zum folgenschweren Einbruch bei Alaphilippe. 38 Kilometer vor dem Ziel musste er abreißen lassen und wurde gestellt. Schließlich rollte er zu allem Überfluss auch noch gemeinsam mit dem gestürzten Georg Zimmermann als Letzter ins Ziel – rund siebeneinhalb Minuten hinter dem Tagessieger.
Tour de France: Bitterer Einbruch beim Heimspiel
Besonders bitter: Für den erfahrenen Fahrer war es am Mittwoch ein echtes Heimspiel. Alaphilippe wurde in Saint-Amand-Montrond geboren, stammt damit aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern zur Strecke.
Die Unterstützung am Streckenrand für den Lokalmatador war daher besonders groß. Doch statt ihren Helden bejubeln zu können, erlebten die Fans den brutalen Absturz.
Während vorne alles auf den Massensprint hinauslief, bei dem sich überraschend Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility) durchsetzte, wurde der Tag für Alaphilippe zur nächsten Ernüchterung. Der Tudor-Fahrer muss bei seiner achten Tour-Teilnahme weiter auf seinen siebten Etappensieg warten.
Große Fragezeichen um Alaphilippe
Seit Beginn der aktuellen Tour war er nicht besser als auf Platz 78 platziert. Im Team sind die Fragezeichen groß: Warum Alaphilippe so weit von seiner Normalform entfernt ist, kann niemand erklären.
„Wenn wir wüssten, warum, könnten wir bestimmte Entscheidungen treffen. Er ist nicht krank. Er fühlt sich okay. Er hat die richtige Mentalität, das ist bei ihm nie ein Problem. Aber er hat nicht die Beine, die er haben sollte“, meinte Sportdirektor Addy Engels bereits nach der 10. Etappe, die Alaphilippe als 134. beendet hatte.
„Es ist, als hätte er nur ein oder zwei Patronen. Dann versagen seine Beine und er muss langsamer fahren“, ergänzte Engels. Genau diese Beobachtung bestätigte die 11. Etappe am Mittwoch eindrucksvoll.