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Tour de France: Deutscher nimmt emotional Abschied

Emotionaler deutscher Abschied

Zum zehnten Mal erreicht John Degenkolb das Ziel in Paris. Im Anschluss wählt der Deutsche emotionale Worte, da er wohl seine letzte Tour de France gefahren ist.
Tadej Pogačar gewinnt die Tour de France 2026 souverän zum fünften Mal. Während der Slowene in Paris triumphiert, müssen Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz ihre Tour nach schweren Stürzen vorzeitig beenden.
Zum zehnten Mal erreicht John Degenkolb das Ziel in Paris. Im Anschluss wählt der Deutsche emotionale Worte, da er wohl seine letzte Tour de France gefahren ist.

Während Gesamtsieger Tadej Pogacar ausgelassen im Ziel feierte, überquerte schließlich auch John Degenkolb als 89. die Ziellinie der 21. und letzten Etappe der Tour de France. Doch die Platzierung des Deutschen war in diesem Moment alles andere als wichtig, denn der 37-Jährige kam zum wohl letzten Mal in Paris an.

„Zehnmal in Paris angekommen zu sein… reicht, glaub ich“, sagte Degenkolb im ARD-Interview. „Am Ende bin ich wahnsinnig froh, glücklich und happy, dass wir als Mannschaft so gut durchgekommen sind und jetzt den Moment genießen können.“

Insgesamt elfmal nahm Degenkolb in seiner Laufbahn an der Tour de France teil. 2018 gewann er eine Etappe, 2020 war nach einem Sturz vorzeitig Schluss. Und nun scheinen seine Teilnahmen bei der Frankreich-Rundfahrt endgültig der Vergangenheit anzugehören.

Tour de France: Degenkolbs Worte klingen nach Abschied

Bereits vor der 113. Austragung hatte er durchklingen lassen, dass er wahrscheinlich zum letzten Mal an den Start gehen würde. Auch seine Worte nach der Schlussetappe am Sonntag klangen nun nach Abschied.

„Man erlebt hier jedes Jahr Sachen, die man später seinen Enkeln erzählen kann. Darum geht es auch im Leben: Dass solche Momente mitgenommen werden. Dafür bin ich sehr dankbar“, erklärte er.

Im Gespräch mit Eurosport ließ Degenkolb zudem tief in seine Gefühlswelt blicken: „Es sind ein bisschen aufgewühlte Gefühle und die Emotionen kommen hoch. Ich glaube noch mehr, wenn ich jetzt gleich die Familie in den Arm nehmen kann, da freue ich mich riesig drauf.“

„Versucht, das Beste draus zu machen und alles reinzuhauen“

Im vergangenen Jahr hatte Degenkolb die Tour nach einem schweren Sturz bei der Flandern-Rundfahrt noch verpasst. Lange war unklar, ob er überhaupt wieder aufs Rad würde steigen können.

Nun seien es sportlich „drei brutale Wochen“ gewesen: „Wir haben jeden Tag versucht, das Beste draus zu machen und einfach alles reinzuhauen.“ Nach den anspruchsvollen Alpenetappen habe ihm allerdings die nötige Explosivität gefehlt.

Auch wenn er den Sonntag in Paris als „etwas ganz Besonderes“ in Erinnerung behalten wird, ist Degenkolbs Karriere noch nicht beendet. Im Gegenteil: Erst Anfang Mai verlängerte er seinen Vertrag beim niederländischen Team Picnic PostNL um ein weiteres Jahr. Damit wird der Routinier auch in der kommenden Saison im Profigeschäft an den Start gehen.