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Tour de France: "Ein Ofen!" Hitze setzt den Radstars zu

Hitze setzt den Tour-Stars zu

Die Gluthitze setzt den Radprofis bei der Tour de France heftig zu. Die Fahrer leiden bei bis zu 43 Grad.
Tag vier bei der Tour de France. Nach einer anspruchsvollen Berg-Etappe wechselt das gelbe Trikot überraschend wieder den Besitzer.
Die Gluthitze setzt den Radprofis bei der Tour de France heftig zu. Die Fahrer leiden bei bis zu 43 Grad.

Die Tour de France hat am Dienstag ihre erste große Hitzeschlacht erlebt – auf der vierten Etappe über 181,9 Kilometer von Carcassonne nach Foix. Schon am Morgen zogen sich viele Profis bis kurz vor dem Start in die Team-Busse zurück. Kühlwesten gehörten zur Standardausrüstung.

Als Reaktion auf die angekündigten Extremwerte lockerte die UCI in Absprache mit den Organisatoren die Verpflegungsregeln. So dürfen Taschen nun auch in ausgewiesenen Anstiegen ausgegeben werden und die Möglichkeiten zur Flaschenversorgung wurden erweitert, damit der Nachschub an Wasser und Eis nicht an starren Zonen scheitert.

Während sich die Fahrer durch die flirrende Hitze kämpften, suchte das Publikum Schatten, wo immer er zu finden war. Ein Zuschauer brachte es am Streckenrand auf den Punkt: „Das ist infernalisch. Bis 10:30 Uhr war es noch angenehm, aber jetzt fängt es an zu brennen.“

Tour de France: Hitze frisst Körner

Im Feld pendelten die Helfer pausenlos zwischen Teamauto und Spitze, um Flaschen nach vorne zu bringen. In den Abfahrten wurde es kaum erträglicher – im Gegenteil. „In der Abfahrt war es, als hätte man einen Föhn im Gesicht“, sagte Sören Wärenskjold.

An den Anstiegen stieg die Belastung weiter. Einige Fahrer überhitzten sichtbar und mussten Tempo herausnehmen. Kévin Vauquelin beschrieb seinen Zustand nach dem Zieleinlauf drastisch: „Trotz Luft war es ein Ofen.“ Die improvisierte Kühlung begann oft sofort nach dem Absteigen.

Im Zielbereich dominierten Eisbäder, nasse Handtücher und hastig geleerte Kühlboxen das Bild. Viele Teams setzten auf maximale Flüssigkeitsaufnahme und schnelle Abkühlung, um Kreislaufprobleme bei Temperaturen von teils bis zu 43 Grad zu vermeiden.

Sportlich endete die Etappe mit einem Erfolg von Mads Pedersen in Foix. Das Gelbe Trikot wechselte dennoch den Besitzer: Torstein Träen vom Team Uno-X Mobility übernahm die Gesamtführung.