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Tour de France: Del Toro opferte sich für Pogacar

Del Toro opferte sich für Pogacar

Isaac del Toro nimmt auf Tour-Etappe 15 einen Sturz für Tadej Pogacar in Kauf. Danach erhält er sogar die Chance auf den Sieg.
Die 15. Etappe der Tour de France hat es in sich! Remco Evenepoel holt überraschend den Sieg und Jonas Vingegaard erlebt einen folgenschweren Sturz.
Isaac del Toro nimmt auf Tour-Etappe 15 einen Sturz für Tadej Pogacar in Kauf. Danach erhält er sogar die Chance auf den Sieg.

Isaac del Toro musste auf der 15. Etappe der Tour de France in einem Wimpernschlag entscheiden – und wählte den Sturz.

„Entweder ich stürze selbst, oder ich fahre in Tadej hinein“, schilderte der mexikanische Meister die Szene, als das Feld zu schnell in eine Kurve fuhr – und Jonas Vingegaard kurz darauf aus dem Rennen war: „Also bin ich selbst gestürzt.“

Der schwere Zwischenfall ereignete sich rund 20 Kilometer vor dem Ziel, Vingegaard musste mit einem gebrochenen Schlüsselbein aufgeben und wird operiert.

Pogacar zieht del Toro in den Schlussanstieg

Für UAE Team Emirates-XRG drehte sich danach alles um die Rollenverteilung: Plötzlich arbeitete das Gelbe Trikot für den Edelhelfer. Pogacar zog del Toro in den Schlussanstieg, ein höchst seltenes Bild auf einem Hors-catégorie-Gipfelfinale.

„Es ist verrückt, dass dieser Typ sich wirklich dafür entscheidet, mir zu helfen“, sagte del Toro über seinen Kapitän: „Er ist wie ein Wahnsinniger, eine irre Person. Ich habe heute wirklich versucht, mich voll zu verpflichten.“

Im Finale konnte nur Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe) dem UAE-Duo folgen – und der Belgier spielte es eiskalt aus: Evenepoel gewann die Etappe vor Pogacar und del Toro.

Del Toro war zum Sprint auserkoren, doch Evenepoel zog vorbei, während Pogačar im Windschatten blieb. „Vielleicht habe ich im Finale ein paar Fehler gemacht, aber ich bin super glücklich, wie es gelaufen ist. Wir müssen im Finale nur ein bisschen besser sein, dann wird alles perfekt“, sagte del Toro.

Del Toro: „Habe Schmerzen im Rücken und Bein gespürt“

In der Gesamtwertung war der Ertrag dennoch gewaltig: Pogacar führt weiter, Evenepoel ist neuer Zweiter mit 5:00 Minuten Rückstand, del Toro kletterte auf Rang drei (+5:58).

Damit liegt der Mexikaner 58 Sekunden hinter Evenepoel und 25 Sekunden vor dem viertplatzierten Paul Seixas (Decathlon CMA CGM).

Ganz ohne Schatten blieb der Tag für del Toro aber nicht. „Ich war eigentlich ziemlich okay, ehrlich gesagt, aber danach habe ich Schmerzen im Rücken und im linken Bein gespürt“, sagte er. „Ich war glücklich, mich mit dem Team zu verpflichten und am Plan festzuhalten, aber ich hatte heute zusätzlich einen Schmerz im Kopf – und im Körper.“