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Tour de France: Franzose Seixas bei Dopingtests bevorzugt? Agentur reagiert

Juwel bevorzugt? Agentur reagiert

Nach Kritik an nächtlichen Dopingkontrollen bei der Tour de France weist die ITA jeden Verdacht auf Bevorzugung des französischen Shootingstars Paul Seixas zurück.
Adam Yates erlebt bei der Tour de France einen schlimmen Tag. Aufgrund körperlicher Probleme verliert der Helfer von Tadej Pogacar auf der 17. Etappe früh den Anschluss und muss mächtig auf die Zähne beißen.
Nach Kritik an nächtlichen Dopingkontrollen bei der Tour de France weist die ITA jeden Verdacht auf Bevorzugung des französischen Shootingstars Paul Seixas zurück.

Die International Testing Agency (ITA) hat Vorwürfe zurückgewiesen, Nachwuchsstar Paul Seixas bei den umstrittenen Dopingkontrollen bei der Tour de France bevorzugt zu haben.

„Die ITA ist für die Strategie des Antidopingprogramms der Tour de France verantwortlich – und nicht die AFLD (französische Anti-Doping-Agentur). Wir verfügen über eigenes Personal für die Entnahme der Proben bei Dopingkontrollen“, teilte die Organisation mit. Die AFLD könne allenfalls unterstützendes Personal stellen, „aber die Entscheidung, wer getestet wird und wann, liegt bei der ITA“.

Das Kontrollgremium hob seine Unabhängigkeit hervor: „Unsere Entscheidungen beruhen auf Fakten, Risikobewertungen, Leistungen, Ergebnissen und wissenschaftlichen Analysen, Informationen und Ermittlungen sowie Datenanalysen. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, mit größtmöglicher Präzision und Unparteilichkeit zu handeln, unabhängig von äußerem Einfluss, politischem Interesse oder Meinungen.“

Tour de France: War Seixas bei Dopingkontrollen im Vorteil?

Am Ruhetag hatten alle noch im Rennen befindlichen Fahrer eine Blutprobe abgeben müssen. Doch während bei mehreren Teams Kontrollen tief in der Nacht stattfanden, war Seixas bereits am Abend zu einer angenehmeren Uhrzeit getestet worden.

Auch die Topstars Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar waren zuvor bereits mitten in der Nacht geweckt worden – was Diskussionen um gestörten Schlaf und Regeneration auslöste.

Matej Mohoric (Bahrain Victorious) formulierte den Unmut besonders deutlich: „Das raubt uns Erholung und kostet viel Energie. Ich selbst hatte eine Kontrolle um 5 Uhr morgens, das ist für uns praktisch mitten in der Nacht.“

Er stellte die Gleichbehandlung infrage: „Es wäre gut, eine Gleichbehandlung für alle zu garantieren. Wir wissen nämlich, dass dieser französische Fahrer, gut platziert in der Gesamtwertung, diese Kontrolle nicht hatte.“ Damit spielte Mohoric eindeutig auf Seixas an.

UCI erklärt: Nächtliche Tests sollen „Ausnahme“ bleiben

Auch der Weltverband UCI äußerte sich zu den Tests zu ungewohnter Uhrzeit: „Die Durchführung solcher Kontrollen außerhalb der üblichen Zeiten bleibt eine Ausnahme, beschränkt auf begrenzte und gerechtfertigte Umstände.“

Weiter betonte der Verband, dass die nächtlichen Kontrollen die Ruhe und Erholung der Fahrer stören könnten, aber diese Tests einem vorrangigen Interesse dienten: „Dem Kampf gegen Doping“.