Er ist das Supertalent der Radszene – entsprechend begehrt ist Paul Seixas auch im Transferpoker der Teams auch während der Tour de France.
Tour de France: Heißer Transferpoker um Supertalent Seixas
Heißer Poker um Tour-Supertalent
Insbesondere das Werben von Visma-Lease-a-Bike, dem Team des zweimaligen Tour-Siegers Jonas Vingegaard, intensiviert sich deutlich. Aktuell steht der 19-jährige Franzose noch bei Decathlon-CMA-CGM unter Vertrag, es könnte jedoch ein heißer Poker werden. Denn: Das Ringen geht nun sogar an die Öffentlichkeit.
Decatlon-Teammanager Dominique Serieys reagierte am Teambus mit einem Schulterzucken auf das Werben von Visma-Lease a Bike.
„Wir sind zuversichtlich“, sagte Serieys und stellte klar: „Wir sind darauf fokussiert, Paul bei der Tour de France zu helfen, er hat einen Vertrag für 2027.“ Dazu der Nachsatz, der im Peloton hängen bleibt: „Alle anderen können sagen, was sie wollen, wir machen unser Ding.“
Tour de France: Seixas dementiert Gerüchte
Der 19-jährige Franzose gilt im Tour-Tross als Ausnahme-Talent – und als Projekt für Frankreichs nächsten Gesamtsieg. Entsprechend groß ist das Gedränge um Seixas’ Berater Joona Laukka, der sich zu möglichen Forderungen und Zukunftsplänen öffentlich bedeckt hält.
Sein Schützling will sich derweil voll und ganz auf die Tour konzentrieren und von Gerüchten um seine Zukunft nichts hören. „Ich nutze keine sozialen Medien, daher bekomme ich nicht viel mit“, erklärte der umworbene Radsportler im „Vélo Club“ auf France 2.
Einige Gerüchte, von denen er dann doch hörte, seien aus der Luft gegriffen: „Vieles davon ist falsch. Es kursieren viele Informationen, und als ich das sah, dachte ich nur: Echt jetzt? Im Moment konzentriere ich mich voll und ganz auf den Radsport.“
Neben Visma werden in der Szene unter anderem UAE Team Emirates-XRG um den Tour-Dominator Tadej Pogacar (viermal Gesamtsieger) , Netcompany Ineos, Lidl-Trek und Pinarello Q36.5 als Interessenten gehandelt.
Zusätzlichen Zündstoff brachte ein Bericht, wonach Pinarello-Q36.5-Eigner Ivan Glasenberg bereit sein soll, Seixas mit 13 Millionen Euro pro Saison zu ködern. Serieys wies das gegenüber Cyclingnews zurück und sagte, er habe mit Glasenberg gesprochen, der eine solche Offerte bestritten habe.
„Natürlich will jeder mit Seixas sprechen“
Visma-Lease-a-Bike-Teamchef Richard Plugge ging am Mittwoch gar in der Öffentlichkeit in die Offensive. „Natürlich will jeder mit Seixas sprechen, wir haben mit Jonas (Vingegaard, Anm. d. Red.) einen aktuellen Teamleader, aber wir müssen auch in die Zukunft schauen“, sagte Plugge dem niederländischen TV-Sender NOS.
Gleichzeitig betonte er, Seixas stehe bei Decathlon unter Vertrag, daran müsse er sich halten – und auch Visma werde „die Regeln“ befolgen.
Eine indirekte Offerte konnte er sich dennoch nicht verkneifen: „Wir arbeiten gerade an nichts Konkretem, aber wenn er sich entscheidet, zu gehen, sind wir das beste Team, um ihn zu trainieren, Grand Tours zu gewinnen.“
Verhandlungen mit Seixas wohl im August
Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung bei Decathlon-CMA-CGM sind derweil wohl vorerst vertagt.
Vize-Teammanager Mathieu Charpentier machte derweil in der Le Parisien deutlich, dass ein Verbleib über 2027 hinaus dennoch die klare „strategische Priorität“ sei.
Serieys formulierte den Zeitplan dabei unmissverständlich: „Der Plan ist, dass die Verhandlungsphase von Mitte August bis Ende September läuft. Nichts vorher.“
Für die Tour de France 2026 ist Seixas dennoch klar als Leistungsträger eingeplant – und damit bleibt der sportliche Druck in den drei Wochen so hoch wie die Gerüchteküche daneben.