Tour de France>

Tour de France: Jan Ullrich schlägt Alarm wegen Pogacar

Wegen Pogacar: Ullrich schlägt Alarm

Im Team von Tadej Pogacar geht eine Krankheitswelle um. Vor diesem Hintergrund warnt die deutsche Radsport-Legende Jan Ullrich, dass auch der Slowene selbst noch betroffen sein könnte.
Adam Yates erlebt bei der Tour de France einen schlimmen Tag. Aufgrund körperlicher Probleme verliert der Helfer von Tadej Pogacar auf der 17. Etappe früh den Anschluss und muss mächtig auf die Zähne beißen.
Im Team von Tadej Pogacar geht eine Krankheitswelle um. Vor diesem Hintergrund warnt die deutsche Radsport-Legende Jan Ullrich, dass auch der Slowene selbst noch betroffen sein könnte.

Die deutsche Radsport-Legende Jan Ullrich hat angesichts der offensichtlichen Probleme im Team von Superstar Tadej Pogacar davor gewarnt, sich zu früh auf den Slowenen als Gesamtsieger der Tour de France 2026 festzulegen.

„Es ist nie gut, wenn man kranke Fahrer im Team hat. Wenn das ein Virus ist, merkt man das erstmal noch nicht so und sitzt mit den anderen Fahrern im Bus und ist in der Nähe von ihnen. Das ist schon oft passiert, dass so eine Krankheit dann komplett übergreifend ist“, schilderte Ullrich im Podcast „Ulle & Rick“ mit Rick Zabel.

Vor der entscheidenden Tour-Phase grassiert im Team von Pogacar eine Krankheitswelle. Auf der 18. Etappe hatte der Topfavorit zwar keine sichtbaren Probleme, einer seiner Helfer musste jedoch aufgeben, während ein weiterer gerade noch rechtzeitig ins Ziel kam. 

Tour de France: Ullrich weist auf Pogacar-Detail hin

„Ich hoffe, dass die restlichen UAE-Fahrer davon nicht betroffen sind und weiterfahren können“, sagte Ullrich weiter und wies auch auf den Umstand hin, dass Pogacar am Donnerstag erstmals seit vier Jahren eine schwarze statt gelbe Rennhose zum Gelben Trikot getragen hatte – was Gerüchte um Magen-Darm- oder sonstige Probleme anheizte.

Podcast-Partner Zabel erklärte derweil: „Ich will mir gar nicht ausmalen, was da los ist, wenn Pogacar auf einmal wirklich krank wäre.“

Vor den beiden sehr schweren Alpenetappen am Freitag und Samstag sei klar zu erkennen, wie sehr das Umfeld den Slowenen zu kämpfen habe. „Brandon McNulty ist ausgeschieden, der ist krank. Tim Wellens klagt über Halsschmerzen, Adam Yates hat Magen-Darm-Probleme, ist nicht in Topverfassung“, zählte Zabel auf.

Unterstützung für Pogacar schwindet

Darüber hinaus würden Nils Politt und Florian Vermeersch in den Alpen zwar ihr Bestes geben, „aber realistisch nicht viel helfen können“, erklärte der ehemalige Radrennfahrer weiter.

„Eigentlich ist Pogacar, wenn Yates nicht fit wird, ein bisschen auf Felix Großschartner und Isaac Del Toro alleine gestellt. Es ist eine sehr interessante Situation gerade“, urteilte Zabel.

Vor der 19. Etappe hoch ins legendäre Alpe d’Huez führte Pogacar in der Gesamtwertung mit komfortablen 4:32 Minuten vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe). Doch Zabel warnte: „Er hat natürlich einen großen Vorsprung, aber wenn du einmal krank bist, sind viereinhalb Minuten schneller weg, als du schauen kannst.“

Am Ende zeigte Pogacar am Freitag keine Schwächen – im Gegenteil: Er gewann auch die drittletzte Etappe der Tour.