Tom Pidcock hat auf der 9. Etappe der Tour de France den Kampf um den Tagessieg aufgrund eines technischen Defekts verloren. Der Brite von Pinarello Q36.5 musste sich in Ussel im Sprint einer vierköpfigen Fluchtgruppe mit Rang drei begnügen, während Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) seinen Angriff perfekt zu Ende fuhr. Zweiter wurde Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility).
Tour de France: Kuriose Szenen! Plötzlich tritt er gegen sein Rad
Kuriose Szenen bei der Tour
Die entscheidende Gruppe hatte sich nach rund 50 Kilometern Vollgas-Rennen aus dem Feld gelöst und behauptete sich auf dem welligen Kurs von Malemort nach Ussel (154,6 km) bis zum Schluss.
Tour de France: Pidcock kann plötzlich nicht mehr schalten
Neben van der Poel, Johannessen und Pidcock mischte auch Alex Baudin (EF Education-EasyPost) lange im Finale mit. Spätestens nach dem letzten kategorisierten Anstieg war klar: Der Sieg wird vorne ausgefahren.
Pidcock berichtete, dass ihn ausgerechnet im Moment der Entscheidung ein elektronisches Schaltproblem ausbremste. „Am Anstieg hat mein Schalthebel aufgehört zu funktionieren und ich konnte nicht mehr schalten“, berichtete er im Ziel.
Der Schalt-Ausfall sorgte auf einer Abfahrt für kuriose Szenen: Völlig frustriert trat Pidcock während der Fahrt mehrmals wütend mit der Hacke gegen seine Hinterradschaltung, um sie wieder auf Kurs zu bringen.
Pidcock glaubte nicht an Etappensieg
Im Finale habe er nur noch über den Satellite-Shifter an den Bremsgriffen wechseln können – und im Sprint zunächst „instinktiv“ aus dem Unterlenker heraus angesprintet, obwohl dort „der untere Schalter“ nicht reagierte.
Trotz des verpassten Etappensiegs blieb Pidcock gefasst. Nachdem er nach der völlig verkorksten ersten Bergetappe dieser Tour noch hart mit sich selbst ins Gericht gegangen war, freute er sich am Sonntag umso mehr über seine Form: „Ich war heute richtig gut, hatte sehr gute Beine und habe mich stark gefühlt.“
Gleichzeitig erkannte er van der Poels Überlegenheit an: „Ich glaube nicht, dass ich noch an ihm vorbeigekommen wäre.“ Auch deshalb überwog für ihn das Positive: „Ich bin nicht so enttäuscht. Mathieu wird in solchen Situationen sehr schwer zu schlagen sein.“