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Tour de France: Lance Armstrong glaubt an US-Superteam

Armstrong glaubt an US-Superteam

Lance Armstrong spricht über eine große Radsport-Vision. Der ehemalige Rekordsieger der Tour de France ist überzeugt, dass die USA ein Superteam stellen könnten.
Die 9. Etappe der Tour de France hielt eine wahre Hitzeschlacht für das Peloton bereit. Vor dem ersten Ruhetag gibt es aber keine Veränderungen an der Spitze.
Lance Armstrong spricht über eine große Radsport-Vision. Der ehemalige Rekordsieger der Tour de France ist überzeugt, dass die USA ein Superteam stellen könnten.

Lance Armstrong träumt von einem US-amerikanischen Topteam im Radsport. Der ehemalige Rekordsieger der Tour de France, dessen Titel allesamt aberkannt wurden, verwies in seinem Podcast The Move auf das britische Vorbild von Team Sky.

Der Radrennstall aus England hatte mit Bradley Wiggins, Chris Froome und Geraint Thomas gleich drei Tour-Sieger produziert. „Ich glaube, man könnte sowas auch hier machen“, erklärte Armstrong.

Der 54-Jährige meinte weiter: „Man sieht dieses amerikanische Talent auftauchen. Und es sind genügend in dieser Gruppe, um zu sagen, wie es auch Sky getan hat: Ok, wir holen immer noch fünf, sechs erfahrene, leistungsstarke Europäer, die dem Team helfen. Ich glaube, es ist machbar.“

Armstrong-Kollege arbeitete bereits an US-Vision

Geht es nach dem überführten Dopingsünder, seien die US-Talente zwar bereit, aber über zu viele Teams hinweg verteilt. Gerade hier müsse man dem britischen Beispiel folgen: „Sky hat gesagt: Ihr kommt alle her, wir werfen Geld rein, wir werfen Struktur rein und dann schauen wir mal. Und es hat funktioniert. Man kann das hier machen. Es wurde nur noch nicht gemacht.“

Mit George Hincapie nimmt auch ein ehemaliger Edelhelfer Armstrongs am Podcast teil – der aktuell als Gründer von Modern Adventure Pro Cycling bereits an der Vision eines US-Teams arbeitet. 2031 will man es zur Tour de France schaffen.

„Teil des Ziels ist es, nicht nur in fünf Jahren zur Tour de France zu kommen, sondern auch den Sport hier in den Staaten wiederzubeleben“, meinte Hincapie.

Wie auch Armstrong denkt der Kolumbianer groß: „Wenn wir alle unsere besten Amerikaner in ein Team zusammenlegen, die gerade über die Touren verteilt sind, dann wäre das fast ein Super-Team. Das ist ein großes Ziel für uns, die alle unter einen Schirm zu bringen.“

„Das Element, das man braucht, ist viel Geld“

Wiggins, auch ein Teilnehmer von The Move, erklärte, dass Sky damals ein großer Gesamtplan gewesen sei. Mit der Wiederbelebung des Bahnradsports habe alles angefangen.

Der erste englische Tour-Sieger der Geschichte gab aber auch zu bedenken, dass es neben gutem Timing und Talent vor allem einen ganz wichtigen Faktor brauche: „Das andere wichtige Element, das man ebenfalls brauchte, war viel Geld, und das hatte Sky.“

Auch Armstrong gestand ein, dass die Idee in den Staaten wohl nicht einfach so umzusetzen wäre. Anders als die Briten würden seine Landsleute über keine fest verankerte Bahnrad-Kultur verfügen.