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Tour de France: Lipowitz-Konkurrent hat ein Erfolgsgeheimnis

Das Geheimnis des Lipowitz-Rivalen

Remco Evenepoel soll auf der sechsten Etappe der Tour de France angreifen. Hinter der sportlichen Ambition steckt ein körperliches Detail.
Die Tour de France 2026 findet vom 4. bis 26. Juli statt. Von Barcelona machen sich die Fahrer um Titelverteidiger Tadej Pogacar auf den Weg nach Paris.
Remco Evenepoel soll auf der sechsten Etappe der Tour de France angreifen. Hinter der sportlichen Ambition steckt ein körperliches Detail.

Remco Evenepoel geht mit spürbarem Rückenwind in die erste große Bergetappe der Tour de France. Der aktuell Tour-Siebte will am Berg nicht nur überleben, sondern bei den Topfavoriten präsent sein.

Dahinter steckt ein Erfolgsgeheimnis, das Red Bulls Langzeit-Sportdirektor Klaas Lodewyck am Mittwoch verriet: „Probably the lightest I’ve ever seen him“ – „So leicht habe ich ihn noch nie zuvor gesehen.“

Evenepoel bestätigt Gewichtsverlust vor Tour de France

Evenepoel selbst hatte schon vor dem Grand Départ bestätigt, dass er für die Berge deutlich abgespeckt hat. Er habe „beinahe vier Kilogramm“ verloren, das jedoch bei gleichbleibendem Kraftertrag.

Sein Sportdirektor sieht darin den entscheidenden Hebel für den Erfolg. Etappe sechs am Donnerstag (ab 12.25 Uhr LIVE im SPORT1-Ticker) nach Gavarnie-Gèdre dürfte als echte Standortbestimmung gelten.

Auf dem Programm stehen der Col d’Aspin (12 km bei 6,5 Prozent) und der Col du Tourmalet (17,1 km bei 7,3 Prozent) als Hors Catégorie, ehe es über einen langen Schlussanstieg (18,7 km bei 3,7 Prozent) ins Ziel geht. Der Tourmalet wird dabei rund 40 Kilometer vor der Entscheidung überquert.

Evenepoel unter Zugzwang – aber auch Pogacar zurück

Ein erfolgreicher Angriff hier von Evenepoel wäre für das Gesamtklassement aus Sicht des Belgiers durchaus wünschenswert: Nach fünf Etappen liegt der 26-Jährige nämlich schon 8:16 Minuten hinter dem in Gelb fahrenden Norweger Torstein Traeen zurück.

Auf die Topfavoriten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard beträgt der Rückstand derweil „nur“ 23 Sekunden – der jedoch darf in den Pyrenäen nicht anwachsen.

Beim Thema Tourmalet versucht Red Bull, jede Negativspirale im Keim zu ersticken – auch wegen Evenepoels Historie an diesem Berg. Im vergangenen Jahr musste der Belgier auf diesem Anstieg sämtliche Tour-Hoffnungen begraben und aufgeben.

Evenepoel mit ungewöhnlicher Vorbereitung

Das soll in diesem Jahr anders laufen. Entsprechend passte Evenepoel nicht nur sein Körpergewicht, sondern auch seine Vorbereitung strategisch an.

Nach dem Frühjahr strich der Belgier seine Rennpläne und setzte lieber auf 68 Tage intensives Training. Sportdirektor Lodewyck erklärt den Effekt so: „Ich denke, er fühlt sich dadurch gut – und vor allem weniger gestresst.“ Das merke man bereits in den Auftakttagen der Tour.

Und: An Tag sechs könnte sogar Schützenhilfe warten. Im Kampf um Sekunden rechnet Red Bull klar mit Tempoarbeit von UAE Team Emirates-XRG.

Das Team hat bereits in den ersten Tagen mit Etappensiegen durch Isaac del Toro und Pogacar ein Zeichen gesetzt. Evenepoel will sich an Tag sechs an deren Fersen heften. Solange es nur geht.