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Tour de France: Bus-Aussprache zwischen Lipowitz und Evenepoel

Lipowitz reagiert auf Team-Stunk

Remco Evenepoel schießt nach der 6. Etappe gegen seinen Teamkollegen Florian Lipowitz. Der Deutsche reagiert einen Tag später auf die Querelen.
Tadej Pogacar löst Torstein Träen wieder als Träger des Gelben Trikots ab. Im Duell mit Rivale Jonas Vingegaard lässt der Slowene am Col du Tourmalet die Muskeln spielen.
Remco Evenepoel schießt nach der 6. Etappe gegen seinen Teamkollegen Florian Lipowitz. Der Deutsche reagiert einen Tag später auf die Querelen.

Florian Lipowitz hat auf die kritischen Aussagen seines Teamkollegen Remco Evenepoel nach der 6. Etappe bei der Tour de France reagiert. Der Deutsche vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe bestätigte, dass es am Donnerstagabend noch ein klärendes Gespräch gegeben hat.

„Wir haben gestern im Bus darüber gesprochen und ich glaube, es ist alles geklärt. Am Ende war es ein superharter Tag und wir können zufrieden sein mit der Performance. Die Stimmung ist gut und jeder ist froh, dass wir heute hoffentlich einen ruhigen Tag haben“, sagte Lipowitz vor der 7. Etappe bei Eurosport.

Voigt sieht „Konflikt“ um Evenepoel und Lipowitz

Ex-Radprofi Jens Voigt allerdings betonte in aller Deutlichkeit: „Die erste und einzige Regel ist, niemals, niemals, niemals kritisierst du in der Öffentlichkeit dein Team. Das ist ein Fehler und das können die besprechen. Es ist ein kleiner schwelender Konflikt, der nicht mehr völlig zu löschen ist.“

Darauf angesprochen, ob ein Team mit zwei Top-Fahrern funktionieren könne, erklärte Lipowitz: „Ja, definitiv. Die Alpen und so kommen ja erst noch alle. Am Ende ist die Tour noch lang und man muss sturzfrei und gesund durchkommen. Da kann man einfach den Druck von den Fahrern nehmen und ich bin ganz happy mit der Situation.“

Evenepoel schmallippig: „Müsst ihr nicht wissen“

Auch Evenepoel äußerte sich am Freitag vor der Etappe nochmal zu seinen Aussagen: „Es ist alles besprochen, wir können weitermachen.“ Auf die Nachfrage, ob er Einzelheiten verraten könne, antwortete der 26-Jährige: „Müsst ihr nicht wissen.“

„Ich verstehe natürlich, dass Remco gerne den Sprint um den dritten Platz und die vier Bonus-Sekunden gewonnen hätte“, meinte Voigt und erklärte: „Du weißt nie, wie es kommt. Hinter Tadej (Pogacar) und Jonas (Vingegaard) sind alle sehr, sehr eng zusammen, die brauchen wirklich jede Sekunde. Daher verstehe ich die Frustration von Remco.“

Voigt: „Konnte Florian einfach nicht fahren?“

Am Donnerstag sagte Evenepoel, dass er Lipowitz die Anweisung gegeben habe, ihm die Vorbereitung auf den Zielsprint vorzubereiten, doch der Deutsche machte nichts. Darüber war der Belgier im Nachgang sehr verärgert.

Voigt spekulierte, woran das gelegen haben könnte: „Die Frage ist jetzt: Konnte Florian einfach nicht fahren? Hat er es nicht verstanden, weil die Zuschauer so laut waren? War es die Sprachbarriere?“