Jonas Vingegaards Tour de France endete abrupt: Der Däne musste nach einem schweren Sturz auf der 15. Etappe am Sonntag aufgeben. Noch auf dem Asphalt griff er sich sofort an die rechte Schulter, sein Team Visma-Lease a Bike bestätigte anschließend einen Schlüsselbeinbruch.
Tour de France: Nach OP - So geht es Vingegaard
Vingegaard-Update nach Tour-Aus
Am Dienstag lieferte Marc Reef, der Sportliche Leiter von Vingegaards Team, am Rande des Starts des Einzelzeitfahrens das nächste Update. „Er ist gestern nach Hause gefahren, und er wird noch im Laufe des Tages am Schlüsselbein operiert“, erklärte Reef bei TNT Sports.
Der Verantwortliche gab Einblicke in die Gefühlswelt des Dänen: „Er war natürlich sehr enttäuscht, die Tour so beenden zu müssen. Er hat sich an diesem Tag auch sehr gut gefühlt. Wir hatten das Rennen gut im Griff und waren bereit, mit ihm unser Glück zu versuchen. All das auf einmal zu verlieren, ist ein herber Schlag.“
Tour de France: Vingegaard-Sturz entfacht Debatte
Der Unfall hatte sich rund 20 Kilometer vor dem Ziel am Plateau de Solaison, als das Feld einen Kreisverkehr verließ, ereignet. Vingegaard verlor dabei die Kontrolle und stürzte, auch Sepp Kuss und Isaac Del Toro gingen zu Boden.
Nach mehreren Minuten und ersten Behandlungen stieg Vingegaard schließlich in den Rettungswagen – das Rennen war für ihn beendet.
Der zweimalige Tour-Sieger (2022 und 2023) wird in Dänemark operiert und beginnt danach die Reha im Familienkreis. Die Umstände des Sturzes haben zudem eine Debatte entfacht.
Denn in der Nacht zuvor war Vingegaard für eine Dopingkontrolle geweckt worden – der Zeitpunkt sorgte im Peloton für Unverständnis. Einen direkten Zusammenhang mit seinem Ausstieg wollte der Däne dennoch nicht herstellen.
„Klar ist, dass so etwas nichts bringt. Aber ist es der Grund? Keine Ahnung. Vielleicht, aber ich würde es nicht sagen. Ich will es auch nicht darauf schieben. Es ist ein Rennen, und Unfälle sind unvermeidlich“, erklärte er.