Tom Pidcock konnte auf der dritten Tour-de-France-Etappe nicht um den Tagessieg mitfahren und machte danach vor allem die brutalen Temperaturen verantwortlich.
"Irrwitzig": Pidcock stöhnt nach Hitzeschlacht
Pidcock stöhnt nach Hitzeschlacht
Der Brite kam beim Schlussanstieg nach Les Angles nur als 16. ins Ziel und verlor 18 Sekunden auf Sieger Tadej Pogačar. Der Weltmeister von UAE Team Emirates-XRG setzte sich auf der 195,9 Kilometer langen Pyrenäen-Etappe durch und übernahm damit auch das Gelbe Trikot.
Pidcock, auf dem Papier ein Mitfavorit für den Schlussanstieg über 1,7 Kilometer mit rund sieben Prozent, fühlte sich nach fast fünf Stunden im Feld leer. „Ich glaube, die Story ist eher, wie verdammt heiß es den ganzen Tag war. Ich glaube nicht, dass ich je so ein hartes Rennen bei so einer Hitze gefahren bin; das war irrwitzig“, sagte er im Ziel. Und weiter: „Es war wie ein Kriegsgebiet. Ich hatte im Finish einfach nichts mehr, ich fühlte mich wie gekocht.“
Sportlich kippte die Etappe nach langem Kampf um die Fluchtgruppe: Am Ende rollte eine große Ausreißergruppe vorneweg, ehe UAE Team Emirates-XRG die Verfolgung organisierte und alles auf den Punch von Pogačar zuschnitt. In Les Angles zündete der Slowene spät, zog auf den finalen Metern weg und holte sich die Etappe. Mit dem Sieg samt Bonussekunden entriss Pogačar Jonas Vingegaard die Gesamtführung – um zwei Sekunden.
Pidcock staunt über UAE-Dominanz
Pidcock sah in der Hitzeschlacht vor allem die Teamstärke von Team Emirates als entscheidenden Faktor – und bezweifelte, dass eine andere Mannschaft diesen Tag so hätte kontrollieren können. „Ich glaube, [UAE] hatte vom gestrigen Tag so viel Selbstvertrauen, dass sie das machen konnten und sie können es“, sagte er. Dann schob er nach: „Ich glaube, sie sind das einzige Team, das so einen Tag heute kontrollieren kann – und na ja, sie haben es aus einem Grund getan, oder? Es hat funktioniert.“
In der Gesamtwertung führt Pogačar nach drei Etappen mit 04:45:11 Stunden vor Vingegaard und Richard Carapaz. Isaac del Toro liegt als wichtiger Helfer von Pogačar auf Rang neun und hielt den Kapitän im Finale in Position. Pidcock wird im offiziellen Klassement als 16. geführt und blieb damit trotz des missglückten Finals in Schlagdistanz.