Tom Pidcock hat seinen Höhenflug bei der Tour de France abrupt beendet. Nach der 14. Etappe wurde der Brite im Finale am Col du Haag aus der Favoritengruppe abgehängt und büßte fast drei Minuten auf die Podiumsanwärter ein. In der Gesamtwertung fiel Pidcock vom vierten auf den neunten Platz zurück.
Tour de France: Steiler Fall nach Höhenflug
Steiler Fall nach Tour-Höhenflug
Dabei hatte er seine Hoffnungen erst am Vortag mit einem spektakulären Coup neu entfacht. Pidcock gewann auf der 13. Etappe aus einer Ausreißergruppe heraus mehr als sieben Minuten und schob sich damit bis auf Rang vier nach vorn. Der Angriff wirkte wie ein Befreiungsschlag – und Pidcock versuchte sofort, nachzulegen.
Denn auch am Samstag fand er wieder den Weg in eine zweite Fluchtgruppe, die zwischenzeitlich über zwei Minuten Vorsprung herausfuhr und ihn virtuell sogar bis auf Platz zwei brachte.
Doch der Kraftakt rächte sich am Schlussanstieg: „Ich bin rüber zur Ausreißergruppe gesprungen – wahrscheinlich ein Fehler, mit diesem Schlussanstieg“, sagte Pidcock. „Aber na ja, egal.“
Tour de France: Pidcock zahlt im Finale Preis für Attacke
Auf dem schweren Tag durch die Vogesen setzte sich zunächst eine starke Spitzengruppe ab, dahinter formierte sich die zweite Gruppe mit Pidcock und zwei Helfern von Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike), die zunächst wenig Interesse an einer Mitarbeit hatten.
„Am Ende hat es das schwieriger gemacht, weil es nicht wirklich rund lief – niemand wollte etwas machen“, erklärte Pidcock über die Dynamik in seiner Gruppe.
„Am Ende ist Visma dann gefahren. Ich denke, um es für UAE schwerer zu machen, aber die wären ihr Tempo ohnehin gefahren, also hat es eigentlich nichts geändert“, sagte Pidcock weiter. „Aber wenigstens hatte ich dadurch im Finale einen kleinen Vorsprung – nur am Schlussanstieg hatte ich nicht mehr viel in den Beinen.“
Während Tadej Pogacar die Etappe gewann und seine Gesamtführung ausbaute, liegt Pidcock nun als Neunter bei 7:59 Minuten Rückstand und damit 26 Sekunden vor dem zehntplatzierten Lenny Martinez – aufs Podium fehlen ihm fast drei Minuten.