Tadej Pogacar hat auf der 4. Etappe der Tour de France das Gelbe Trikot aus der Hand geben müssen. Nach dem schweren, von Hitze geprägten Tag auf dem Weg nach Foix führt nun Torstein Träen (Uno-X Mobility) die Gesamtwertung an.
Tour de France: Pogacar offenbart körperliche Probleme
Pogacar ahnte schon Böses
Pogacar schilderte nach der Etappe offen seine Probleme: „Als wir losfuhren, hatte ich richtig Kopfschmerzen und dachte: ‚Das wird ein langer Tag‘.“
Pogacar: Verlust vom Gelben Trikot hat auch Vorteile
Die Temperaturen wurden zum beherrschenden Thema: Pogacar sprach vor dem Start von „nahe 40 Grad“. Die Organisatoren reagierten mit zusätzlichen Verpflegungszonen. Im Feld setzte UAE konsequent auf Kühlung, Helfer brachten immer wieder Eis und Wasser. Der 27-Jährige blieb bei der Devise: „Wir haben es in dieser Hitze cool gehalten.“
Dass er Gelb abgab, hatte für ihn auch ganz praktische Gründe. Ohne Führungstrikot sinkt der Aufwand nach dem Ziel – weniger Protokoll, weniger Medien, schnellere Regeneration. „Heute sind es anderthalb Stunden weniger Verpflichtungen, das hilft definitiv bei der Erholung“, meinte er.
„Es ist ein ziemlich großer Abstand“
Mit Blick auf den neuen Führenden Träen gab sich Pogacar kämpferisch: „Das Ziel ist natürlich, das Gelbe Trikot zurückzuholen“, betonte er, aber fügte hinzu: „Ich glaube, sie können das Gelbe Trikot lange im Team behalten.“
Der Vorsprung von 7:53 Minuten verschafft Uno-X Mobility zunächst Luft, selbst wenn die Tour schon in den kommenden Tagen in schwereres Terrain kippt. Träen, als starker Kletterer bekannt, hat damit eine Ausgangslage, die ihm defensives Fahren erlaubt. Pogacar formulierte es entsprechend nüchtern: „Aber du weißt es nie – sie sind richtig gut, und jetzt ist es ein ziemlich großer Abstand.“