Wechsel des Gelben Trikots! Torstein Träen vom Team Uno-X Mobility ist der neue Führende der Gesamtwertung bei der Tour de France und trägt ab sofort zum ersten Mal in seinem Karriere das Maillot Jaune. Hinter dem Norweger folgen Sean Quinn (+28 Sekunden) und Mathias Vacek (+3:50 Minuten). Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard komplettieren (jeweils +7:53 Minuten) die Top-5 der Gesamtwertung.
Pogacar verliert Gelb! Ausreißer gewinnt Hitzeschlacht
Pogacar verliert Gelbes Trikot
„Es ist ziemlich schwierig für mich, das zu realisieren“, gestand Träen nach seinem Erfolg und fügte hinzu: „Ich blicke in die Gesichter von allen Leuten in meinem Team und sehe, wie speziell der Moment aktuell ist. Ich habe noch nicht ganz verstanden, was gerade abgeht. Ich denke aber, dass ich das in ein paar Tagen wissen werde. Ich genieße es. Unser Team ist inspiriert von der norwegischen Mentalität wie man sie gerade auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft sieht.“
Etappensieger bedankt sich bei seinem Team
Den Tagessieg der 4. Etappe holte sich bei extremer Hitze Mads Pedersen vom Team Lidl-Trek. Der Weltmeister von 2019 setzte sich nach 181,9 km zwischen Carcassonne und Foix im welligen Pyrenäen-Vorland im Sprint einer Fluchtgruppe vor seinem Teamkollegen Quinn Simmons aus den USA und dem Spanier Raúl García Pierna durch und bescherte dem deutschen Rennstall den ersten Tagessieg der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt.
„Das war ein Meisterwerk der Teamarbeit. Beim letzten Anstieg habe ich ziemlich gelitten, aber mit Quinn Simmons und Mathias Vacek an meiner Seite war es ein unglaublicher Tag. Sie haben Unglaubliches für mich geleistet und dafür gesorgt, dass wir am Gipfel nicht zu viel Zeit verloren haben“, jubelte Pedersen nach seinem Etappensieg.
Tour de France: Große Gruppe reißt schnell aus
Das Hauptfeld, in welchem sich unter anderem die Top-Favoriten Pogacar, Vingegaard und Florian Lipowitz befanden, kam mit einem Rückstand von 12:59 Minuten ins Ziel. Aus diesem Grund musste Pogacar das Gelbe Trikot abgeben, denn Träen lag nach den ersten drei Etappen 05:06 Minuten hinter ihm.
Das Fahrerfeld teilte sich direkt zu Beginn der Etappe. Eine 34-köpfige Gruppe fuhr zwischenzeitlich einen großen Vorsprung von fast acht Minuten auf das Peloton heraus.
Klassement-Fahren lassen sich nicht unter Druck setzen
Diese blieb bis zur 100-Kilometer-Marke bestehen, ehe sich einige Sprinter wieder zurückfallen ließen und sich wiederum Vacek, Jan Tratnik und Alex Kirsch absetzten. Die drei wurden dann aber rund 40 Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt. Kurz danach bildete sich eine Spitzengruppe von zehn Fahrern, die richtig Gas gab und unter sich den Etappensieger ausmachte. Letztlich setzte sich Pedersen durch.
Alle Top-Klassementfahrer wie Pogacar, Vingegaard und Lipowitz blieben stetig im Hauptfeld und ließen sich von ihren Teams ziehen. Nachdem es am Mittwoch eine hohe Wahrscheinlichkeit auf einen Massensprint gibt, stehen sie am Donnerstag wieder im Fokus, wenn eine harte Bergetappe mit unter anderem der Fahrt auf den Col du Tourmalet ansteht.