Der bislang so bitterlich enttäuschte Sprinter Jasper Philipsen hat die 17. Etappe der Tour de France gewonnen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen schnappte sich der Belgier am letzten Tag vor den schweren Alpenetappen nach 174,7 km zwischen Chambéry und Voiron seinen ersten Erfolg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt.
Tour de France: Emotionale Erlösung nach Zielsprint
Erlösung nach „schrecklichen Tagen“
„Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle bei der Tour de France hat es endlich geklappt. Die ersten zwölf Tage waren schrecklich“, erklärte Philipsen im Siegerinterview.
Bewegt gab er zu: „Ich habe an mir selbst gezweifelt. Ich habe mich im Vorfeld super vorbereitet. Aber dann war ich nicht ich selbst. Die Hitze war schlimm, meine Form, der ganze Shit, den du abbekommst, bei Instagram und so. Ich hatte wirklich Angst, hier nichts zu gewinnen.“ Der 28-Jährige bedankte sich bei seinen Teamkollegen für die Unterstützung: „Dieser Sieg ist für sie.“
Philipsen, vom Team Alpecin-Premier Tech, nun elfmaliger Tour-Etappensieger, triumphierte im Sprintfinale vor Mauro Schmid (Team Jayco AlUla) und Olav Kooij (Decathlon-CMA CGM Team) und profitierte dabei auch von der Vorarbeit seines Teamkollegen Mathieu van der Poel.
Tour de France: Klassementfahrer halten sich zurück
Bester der sehr aktiven deutschen Radprofis war Georg Zimmermann auf Rang 18. „Ich bin sehr zufrieden, wir hatten uns viel vorgenommen“, sagte der frühere deutsche Meister, der im Finale seinen Lotto-Kollegen Huub Artz auf Platz sieben führte. Felix Engelhardt hatte nach großem Kampf letztlich rund drei Minuten Rückstand.
Am Tag nach dem Einzelzeitfahren von Thonon-les-Bains, bei dem der deutsche Topprofi Florian Lipowitz schwer gestürzt war und aufgeben musste, hielten sich die Klassementfahrer zurück.
In der Gesamtwertung führt weiter der slowenische Topfavorit Tadej Pogacar mit 4:32 Minuten Vorsprung auf Lipowitz‘ belgischen Teamkollegen Remco Evenepoel.
—
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)