Ein Pinkel-Moment hat Hugo Page auf der 17. Etappe der Tour de France 2026 teuer zu stehen kommen lassen. Der 24-Jährige aus dem Team Cofidis wurde von den Kommissären mit 500 Schweizer Franken (umgerechnet 537 Euro) belegt. Auslöser: Page erleichterte sich während des Rennens in Sichtweite von Zuschauern.
Tour de France: Profi mit Pinkel-Strafe sanktioniert
Tour verhängt Pinkel-Strafe
Das passierte nach rund 50 Kilometern im Anstieg zum Col des Prés, einer Bergwertung der dritten Kategorie. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Page in einer aussichtsreichen Ausreißergruppe. Anstatt anzuhalten und hinter einem Begleitfahrzeug oder abseits der Fans zu verschwinden, erledigte er sein Geschäft direkt vom Rad aus – und das in einem Abschnitt mit Publikum.
Page verteidigte seine Entscheidung mit Blick auf die Rennsituation: „Ich konnte nicht anhalten, um zu urinieren. Wir waren schon seit einer Stunde voll am Anschlag. Ich konnte nicht anhalten und dann wieder zur Ausreißergruppe zurückkommen. Ich habe es dort gemacht, wo möglichst wenig Leute waren, aber wenn überall Menschen stehen, ist das nicht einfach.“
Tour de France: Jury kennt kein Pardon
Die Erklärung half ihm jedoch nicht: Die Kommissäre verhängten die maximal mögliche Strafe. Damit gehört Page zu einer größeren Gruppe sanktionierter Profis bei dieser Rundfahrt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren bereits 35 Geldstrafen gegen 30 Fahrer ausgesprochen worden.
Sportlich blieb Pages Auftritt dennoch stark – auf der 17. Etappe von Chambéry nach Voiron über 174,7 Kilometer belegte er Rang zwölf; der Tagessieg im Massensprint ging an Jasper Philipsen.