Huub Artz hat sich am Dienstag auf der 16. Etappe der Tour de France beim Einzelzeitfahren in blendender Verfassung präsentiert – doch nach dem Rennen war der Niederländer vom Team Lotto-Intermarché alles andere als zufrieden.
Tour de France: "Respektlos!" Radprofi wütet wegen Fahrzeugen
Tour-Profi von Autos ausgebremst
Der Grund: Artz hätte wohl eine noch bessere Zeit erzielen können, wäre er auf der Strecke nicht von Begleitfahrzeugen des Teams Astana behindert worden.
„Ich hatte einen starken Anstieg hingelegt und war aufgrund der guten Zwischenzeit fest entschlossen, bis zum Ziel alles zu geben. Leider wurde ich dann von zwei Autos von Astana behindert“, klagte der Niederländer nach seinem Rennen und legte nach: „Sie werden das nicht absichtlich getan haben, aber ich finde es respektlos, so etwas bei der Tour de France zu machen.“
Tour de France: Niederländer von Fahrzeugen ausgebremst
Artz konnte überhaupt nicht nachvollziehen, wie es überhaupt zu diesem Zwischenfall kommen konnte.
„Man sieht mich schon von weitem kommen, und dann muss ich während des gefährlichsten Abschnitts der Strecke meine Aufmerksamkeit darauf richten, eine Kollision zu vermeiden, weil sie nicht zur Seite gefahren sind“, monierte er weiter. „Ich hoffe, dass sie sich entschuldigen.“
Der Vorfall hatte laut Artz auch Auswirkungen auf sein weiteres Rennen: „Wenn man dann zweimal vor dem Auto bremsen muss, verliert man den Rhythmus komplett. Danach wäre ich fast gestürzt, was mein Fehler war, aber ich war total frustriert.“
Artz verliert am Ende wertvolle Zeit
Der 24-Jährige, der vor der Tour überraschend niederländischer Meister im Einzelzeitfahren geworden war, zeigte auf der 26 Kilometer langen Strecke eine starke Leistung.
Auf den ersten rund zehn Kilometern hielt er sich im Bereich der Spitzengruppe. Auf der Abfahrt und dem anschließenden Flachstück vor dem Ziel verlor er jedoch 36 Sekunden auf den lange Zeit führenden Spezialisten Joshua Tarling.