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Tour de France: Super-Talent verschwieg Sturz

Tour-Youngster verschwieg Sturz

Mit 19 wird Paul Seixas Vierter der Tour. Nun kommt heraus: Vor dem Start stürzte er - doch damit nicht genug.
Die vorletzte Etappe des Radsportklassikers bot noch einmal ordentlich Spektakel. Dabei blickt das Feld bereits auf das große Finale in Paris.
Mit 19 wird Paul Seixas Vierter der Tour. Nun kommt heraus: Vor dem Start stürzte er - doch damit nicht genug.

Paul Seixas fährt seine erste Tour de France ins Ziel – und das direkt als Vierter der Gesamtwertung. Der 19-Jährige bestätigt damit seinen Ruf als neues Aushängeschild des französischen Radsports, muss sich aber hinter Isaac Del Toro einreihen, der als Dritter auf dem Podium steht.

Den Sprung aufs Podium verpasst Seixas am Ende ausgerechnet nach dem harten Alpen-Finale. „In ein paar Tagen, wenn ich zurückblicke, wird das auf jeden Fall ein Stolz sein. Danach ist es natürlich enttäuschend, das Podium zu verpassen“, sagte der Fahrer aus Lyon am Samstagabend nach seinem Einbruch am Schlussanstieg zum Alpe d’Huez. „Die Beine waren nicht gut genug, und der Kopf auch nicht. Deshalb bin ich danach eingebrochen. Aber ich bin stolz auf diese Tour.“

Diese Leistung bekommt im Rückspiegel noch mehr Gewicht, weil Seixas schon vor dem Grand Départ angeschlagen war. L’Equipe berichtet, dass er drei Tage vor dem Start am 4. Juli in Barcelona stürzte.

„Am 1. Juli stürzte er bei einer Streckenbesichtigung in den Straßen von Barcelona, daher die Pflaster zu Beginn der Tour de France in Katalonien“, schrieb die Zeitung. Zudem habe ihn in der ersten Rennwoche eine Erkältung gebremst – „zwei Elemente, die sein Team auf seinen Wunsch hin verborgen hielt, weil er auf keinen Fall wollte, dass das als Ausreden wahrgenommen wird“.

Vierter hinter Pogacar-Teamkollege Del Toro

Im Klassement bleibt es dennoch bei einer Platzierung, die in Frankreich lange fehlte: Seixas schließt die Rundfahrt hinter Tadej Pogacar, Remco Evenepoel und Del Toro ab. Während Del Toro als UAE-Teamkollege von Pogacar den dritten Rang absichert, muss Seixas trotz aller Gegenwehr mit Platz vier vorliebnehmen.

Dabei war der Weg zur Grande Boucle für ihn schon zuvor von Rückschlägen geprägt. Drei Wochen vor dem Start hatte Seixas beim Critérium du Dauphiné (Tour Auvergne-Rhône-Alpes) einen schweren Sturz erlitten, kämpfte sich noch ins Ziel und stieg einen Tag später aus. Dass er danach über drei Wochen Tour-Druck dennoch um das Podium fahren konnte, macht aus Rang vier mehr als nur einen „Platz neben dem Treppchen“.