Tour de France>

Tour de France: Überraschungssieg! Außenseiter setzt sich im Sprint durch

Sprint-Überraschung bei der Tour

Die 11. Etappe der Tour de France hat einen überraschenden Ausgang. Sören Waerenskjold zieht auf den letzten Metern an allen Sprint-Favoriten vorbei.
Die 11. Etappe der Tour de France stand ganz im Zeichen der Sprinter. Sören Waerenskjold schnappte sich den Tagessieg. Die deutsche Hoffnung, Max Kanter, konnte nicht entscheidend eingreifen.
Die 11. Etappe der Tour de France hat einen überraschenden Ausgang. Sören Waerenskjold zieht auf den letzten Metern an allen Sprint-Favoriten vorbei.

Der norwegische Radprofi Sören Waerenskjold hat überraschend die 11. Etappe der 113. Tour de France gewonnen. Der 26-Jährige vom Team Uno-X Mobility düpierte am Mittwoch die versammelte Sprint-Elite im chaotischen Massensprint des 161,3 km langen Teilstücks und feierte den größten Erfolg seiner Karriere.

„Es ist einfach unglaublich. Es ist mein größter Sieg. Er bedeutet mir alles“, jubelte Waerenskjold, der am Vortag noch gestürzt war, nach dem Rennen. „Was heute passiert ist, ist einfach unglaublich. Vor allem nach meinem Sturz gestern. Ich fühlte mich zu Beginn der Etappe wirklich schlecht, aber es wurde immer besser.“

Der Norweger sprach selbst von einer „großen Überraschung“ für sich und meinte: „Vielleicht sehe ich deshalb nicht so glücklich aus.“

Waerenskjold verwies den Niederländer Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) und den Belgier Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) auf die Plätze. Pascal Ackermann (Jayco AlUla) wurde als bester Deutscher Zehnter.

Das Gelbe Trikot von Spitzenreiter Tadej Pogacar geriet auf dem weitgehend flachen Teilabschnitt an das Ufer der Loire nicht in Gefahr. Der viermalige Gesamtsieger aus Slowenien (UAE Emirates-XRG) hat weiter 3:36 Minuten Vorsprung auf Verfolger Jonas Vingegaard (Dänemark/Visma-Lease a Bike). Der Vorjahresdritte Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) ist Sechster (+4:44).

Tour de France: Zimmermann wird nach Sturz behandelt

Auf den letzten Metern eines spannenden Sprintfinals kam Waerenskjold im Windschatten heran, zog vorbei und verteidigte seinen gewonnenen Vorsprung ganz knapp. Die großen Namen wie Tim Merlier wurden von diesem Vorstoß düpiert. Der Belgier, der bislang zwei Etappen im Sprint gewonnen hat, kam nicht über den 15. Platz hinaus.

Schlecht lief es derweil für Georg Zimmermann: Der Deutsche war gegen Ende des Rennens in einen Sturz im Peloton verwickelt und musste im Anschluss behandelt werden, ehe er die Fahrt fortsetzen konnte.

Ob sich Zimmermann bei der Aktion schwerer verletzte, blieb zunächst offen. Am Ende kam er als 173. und mit einem Rückstand von über siebeneinhalb Minuten ins Ziel.

Am Donnerstag bietet sich den Sprintern schon die vermutlich letzte Chance auf einen Tageserfolg. Die 179,1 km lange zwölfte Etappe von der ehemaligen Formel-1-Strecke in Magny-Cours nach Chalon-sur-Saône bietet gute Voraussetzungen für einen weiteren Massensprint.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)