Jonas Vingegaard hat die Pfiffe einiger Fans gegen Tadej Pogacar scharf kritisiert. „Ich habe das auch gehört. Ich denke, das darf im Sport nicht akzeptiert werden“, sagte der Däne gegenüber WielerFlits. „Es ist okay, wenn sie ihn nicht unterstützen. Aber dann buht man ihn nicht aus.“
Tour de France: Vingegaard schießt gegen Pogacar-Hater
Vingegaard schießt gegen Pogacar-Hater
Nach seinem souveränen Sieg auf der 10. Etappe wurde der Slowene – wohl angesichts seiner Dominanz bei der Tour de France – von einem Teil der Zuschauer ausgebuht.
Ähnliches kennt Vingegaard aus eigener Erfahrung. Auf der 14. Etappe im Jahr 2024 wurde er am Anstieg von einem Zuschauer mit Chips beworfen. Den Vorfall verurteilte Pogacar damals umgehend und stellte sich demonstrativ hinter seinen Rivalen.
Diesmal reagierte Vingegaard entsprechend deutlich: „Warum willst du zu einem Sportevent kommen, wenn du dann jemanden ausbuhst?“, wandte sich der 29-Jährige an die Fans. „Feuert einfach die Fahrer an und seid glücklich! Sonst bleibt einfach zu Hause!“
Tour de France: So reagierte Pogacar auf die Buhrufe
Pogacar selbst zeigte sich gelassen. „Danke an alle Fans, die heute an die Strecke gekommen sind. Es war eine tolle Atmosphäre. Auch wenn es ein paar Buhrufe gab. An alle, die gebuht haben: Ihr habt uns mehr Kraft gegeben!”, sagte er nach seinem überlegenen Sieg am Dienstag.
„Im Radsport können wir uns normalerweise sehr glücklich schätzen“, fuhr Pogacar fort: „99 Prozent der Fans sind allen Fahrern gegenüber sehr enthusiastisch. Meine Eltern erzählen mir immer, dass die Fans alle Fahrer bejubeln. Den Letzten feuern sie sogar noch mehr an als die Ersten. Ich glaube, das ist gestern passiert, weil einfach so viele Menschen an der Straße standen.“
Die diesjährige Tour de France dominiert Pogacar nach Belieben. Im Gesamtklassement führt der 27-Jährige vom UAE Team Emirates – XRG mit 3:36 Minuten Vorsprung auf Vingegaard und mit 4:06 Minuten auf den Drittplatzierten Remco Evenepoel.