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Vingegaard? "Ich habe einen gebrochenen Mann gesehen"

Vingegaard-Aus? „Ein gebrochener Mann“

Gibt Jonas Vingegaard bei der Tour de France schon vorzeitig auf? Ein ehemaliger Champion hat eine böse Vorahnung.
Die Tour de France 2026 findet vom 4. bis 26. Juli statt. Von Barcelona machen sich die Fahrer um Titelverteidiger Tadej Pogacar auf den Weg nach Paris.
Gibt Jonas Vingegaard bei der Tour de France schon vorzeitig auf? Ein ehemaliger Champion hat eine böse Vorahnung.

Gibt Jonas Vingegaard bei der Tour de France vorzeitig auf? Der ehemalige britische Radrennfahrer Bradley Wiggins macht sich große Sorgen um den bislang chancenlosen Herausforderer von Tadej Pogacar.

„Man weiß nicht, wie Jonas da durchkommen und die kommenden zwei Wochen überstehen soll. Ich habe stark das Gefühl, dass er das Rennen nicht zu Ende fährt, wenn ich ihn am Donnerstag so fahren sehe. Ich sage nicht, dass es passiert, aber ich habe einen gebrochenen Mann gesehen“, sagte der ehemalige Toursieger im Podcast „The Move“.

Tadej Pogacar hatte die Tour auf der angesprochenen sechsten Etappe mit einem frühen Schlag am Col du Tourmalet scheinbar auf seine Seite gezogen. Der Weltmeister aus dem UAE Team Emirates-XRG fuhr im Hochgebirge solo davon und gewann in Gavarnie-Gèdre mit großem Vorsprung.

Vingegaard: „Ich glaube weiter an mich“

Vingegaard kam als Zweiter mit 2:38 Minuten Rückstand ins Ziel. Pogacar indes übernahm mit dem Etappensieg auch wieder das Maillot Jaune.

Und Wiggins sagte zu Vingegaard: „In den vergangenen zwei Jahren blieb er trotz zweiter Plätze positiv. Er wollte bis Paris weiter Druck machen, aber jetzt? Wie viele Jahre will er es noch versuchen und Zweiter werden? Es gibt nicht viel, was er tun kann.“

Vingegaard selbst wollte nach dem Debakel am Tourmalet nichts von Resignation wissen – auch wenn er die Enttäuschung offen einräumte. „Das war ein sehr harter Tag. Das ist natürlich nicht das Szenario, das ich mir erhofft habe, aber manchmal laufen die Dinge so“, erklärte der Doppel-Toursieger. „Die UAE haben im Tourmalet eine sehr große Attacke gesetzt und ich konnte nicht folgen. Ich musste mich darauf beschränken, mein eigenes Tempo zu fahren.“

Der Däne verwies zudem auf das Profil nach der Kuppe: „Oben war ich gar nicht so weit weg, aber eine Abfahrt wie diese liegt mir nicht wirklich.“ Und trotz des Rückstands hielt Vingegaard an seinem Glauben fest: „Das war einfach nicht mein bester Tag, so ist das. Ich bin natürlich enttäuscht, das muss ich auch sein, aber manchmal gehört das zum Leben und ich kann es nicht mehr ändern. Ich glaube trotzdem weiter an mich. Meine Beine werden im Laufe der Rundfahrt besser.“