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Tour de France: Wie Frankreichs Hoffnung in tiefer Krise steckt

Frankreichs Hoffnung in tiefer Krise

Kevin Vauquelin befindet sich bei der Tour in einer sportlichen und mentalen Abwärtsspirale. Inzwischen hofft der Franzose nur noch auf Paris.
Adam Yates erlebt bei der Tour de France einen schlimmen Tag. Aufgrund körperlicher Probleme verliert der Helfer von Tadej Pogacar auf der 17. Etappe früh den Anschluss und muss mächtig auf die Zähne beißen.
Kevin Vauquelin befindet sich bei der Tour in einer sportlichen und mentalen Abwärtsspirale. Inzwischen hofft der Franzose nur noch auf Paris.

Kevin Vauquelin erlebt bei dieser Tour de France einen Absturz, der sich von Woche zu Woche deutlicher abzeichnet. Der 25-Jährige, der bei der Tour 2025 noch bester Franzose und Siebter der Gesamtwertung war, ist dieses Mal weit von der Spitze entfernt. Zurzeit liegt er nur auf Rang 33 – mit einem Rückstand von 2:01:07 Stunden auf den Träger des Gelben Trikots, Tadej Pogacar.

Auf der 18. Etappe über 185,2 Kilometer von Voiron nach Orcières-Merlette versuchte Vauquelin, sich in der frühen Ausreißergruppe zu positionieren. Doch die Hoffnung hielt nicht lange: Der Tag endete für ihn mit leeren Beinen, während Richard Carapaz am Ende als Solist jubelte.

Vauquelin ringt längst nicht mehr nur um Sekunden, sondern um Zuversicht. „Es läuft nichts so, wie ich es will, das ist frustrierend, aber ich muss geduldig bleiben. Mit den Gefühlen von heute und gestern habe ich keine Lust, die nächsten zwei Tage einfach nur zu überleben, wie es bei vielen im Peloton der Fall ist“, sagte er Cyclism’Actu.

Tour de France: Vauquelin und der Blick nach Paris

Der Franzose, der für das Team Netcompany INEOS startet, wirkt sowohl körperlich als auch mental angeschlagen. Mittlerweile bringt er gar einen Infekt ins Spiel, der seine Leistungen erklären könnte, ohne Ausreden zu suchen.

Um überhaupt noch einen Strohhalm zu haben, klammert sich Vauquelin an die Schlussetappe in Paris: „Ich hoffe, dass es keine Krankheit ist, sondern nur ein kleiner Durchhänger und dass es wieder geht, weil ich wirklich in Paris eine gute Figur machen will.“ Dabei wartet das nächste Brett: Es folgen Etappen nach Alpe d’Huez – und das gleich zweimal hintereinander.

Vauquelin macht keinen Hehl daraus, wie schwer sich das Formpuzzle diesmal zusammensetzt: „Ich bin außer Form angekommen, da war es schon schwer, der Form hinterherzulaufen. Zwischendurch kam es zurück, aber man muss realistisch sein: Während einer Tour de France ist der Körper tot und man kann nicht von einem Tag auf den anderen stratosphärisch werden.“