Tom Pidcock hat auf der ersten echten Bergetappe der Tour de France einen bitteren Dämpfer kassiert – und seine Ambitionen aufs Gesamtklassement praktisch begraben.
Tour-Star schonungslos: "Willst dich in ein Loch verkriechen"
Tour-Star schonungslos ehrlich
Am Col du Tourmalet wurde dem Briten früh der Stecker gezogen: „In solchen Situationen willst du dich einfach in ein Loch verkriechen und dich verstecken“, sagte Pidcock nach der Etappe.
Tour de France: Attacke von Pogacar-Attacke fordert Opfer
Vorne setzte Tadej Pogacar auf dem Weg nach Gavarnie-Gèdre zum großen Schlag an: Der Slowene attackierte am Tourmalet aus der Gruppe der Besten, fuhr solo zum Etappensieg und holte sich das Gelbe Trikot zurück. Jonas Vingegaard kam als Zweiter mit 2:38 Minuten Rückstand ins Ziel. In der Gesamtwertung liegt Pogacar nun 2:42 Minuten vor dem Dänen.
Pidcock war da längst mit Schadensbegrenzung beschäftigt. „Ich habe seinen Angriff nicht gesehen. Ich war schon abgehängt“, erklärte er. Der Kapitän von Pinarello-Q36.5 kam als 15. ins Ziel, gemeinsam mit Jordan Jegat, Harold Tejada und Ilan Van Wilder – und verlor 8:18 Minuten auf den Tagessieger. In der Gesamtwertung ist Pidcock ebenfalls 15. und bereits 9:50 Minuten vom Maillot Jaune entfernt.
„Es ist nicht das Ende der Welt“
Der Brite fand klare Worte zu seinen Grenzen in den langen Bergen: „Es war sehr hart. Ich habe es auf den langen Anstiegen einfach nicht.“ Gleichzeitig hob er die Hilfe im Team hervor: „Ich war sehr dankbar, dass Chris Harper da war und auf mich aufgepasst hat.“
Trotz des Rückschlags hält Pidcock an seinen Zielen für diese Rundfahrt fest, auch wenn das Klassement vorerst zur Nebensache wird. Er verwies auf eine holprige Vorbereitung: ein Sturz in Catalunya, danach Krankheit, dazu das Verpassen der Tour de Suisse – „das hilft nicht“. Seine Einschätzung blieb nüchtern: „Um ehrlich zu sein: Meine Leistung ist nicht so schlecht, das Niveau ist einfach super hoch. Es ist nicht das Ende der Welt.“