Tour de France>

Ullrich lobt Lipowitz: "Habe mich richtig gefreut"

„Richtig gefreut“: Ullrich lobt Lipowitz

Florian Lipowitz fährt eine starke 6. Etappe bei der Tour de France unter anderem mit dem Anstieg auf den Col du Tourmalet. Radsport-Legende Jan Ullrich findet lobende Worte für die Leistung des Deutschen.
Tadej Pogacar löst Torstein Träen wieder als Träger des Gelben Trikots ab. Im Duell mit Rivale Jonas Vingegaard lässt der Slowene am Col du Tourmalet die Muskeln spielen.
Florian Lipowitz fährt eine starke 6. Etappe bei der Tour de France unter anderem mit dem Anstieg auf den Col du Tourmalet. Radsport-Legende Jan Ullrich findet lobende Worte für die Leistung des Deutschen.

Radsport-Legende Jan Ullrich hat sich von der Leistung von Florian Lipowitz während der 6. Etappe der Tour de France begeistert gezeigt – vor allem davon, wie der Deutsche den Anstieg auf den Col du Tourmalet meisterte.

„Gott sei Dank haben wir mit Florian Lipowitz auch noch einen Deutschen da mit drin, der am Donnerstag richtig stark gefahren ist. Ich habe mich richtig gefreut. Er hat einen guten Eindruck gemacht“, sagte der 52-Jährige in seinem Podcast Ulle & Rick mit Ex-Radprofi Rick Zabel mit Blick auf den spannenden Kampf um die Podestplätze hinter Dominator Tadej Pogacar.

Tour de France: Lipowitz mit Chancen aufs Podest

Ullrich verriet, nach der Etappe Kontakt zu Lipowitz aufgenommen zu haben: „Da habe ich ihm auch gleich draufgesprochen und ihn gelobt.“ Pogacar lieferte am Donnerstag eine Machtdemonstration ab und kam 2:57 Minuten vor dem Deutschen ins Ziel.

„Den Pogi haben sie nicht im Griff gehabt, aber sie sind auf alle Fälle noch dabei, aufs Podium zu fahren. Das ist für uns aus deutscher Sicht mit Florian sehr gut“, stellte die Legende fest.

Lipowitz wollte Pogacar-Attacke mitgehen

Pogacar setzte zusammen mit Teamkollege Isaac Del Toro am Fuße des Tourmalet eine Attacke, die nur teilweise Jonas Vingegaard mitgehen konnte. Doch Ullrich verwies darauf: „Ich meine gesehen zu haben, dass Florian Lipowitz unbedingt die Attacke mitgehen wollte. Er ist meines Erachtens ein bisschen darüber gegangen. Er ist dann trotzdem oben sehr stark gefahren, aber man hat den Willen gesehen. Den Willen, das fand ich gut, das fand ich super.“

Der Deutsche von Red Bull-Bora-hansgrohe kam unter anderem zusammen mit Teamkollege Remco Evenepoel, Wunderkind Paul Seixas und Del Toro ins Ziel. Dies empfand Ullrich als „sehr, sehr stark“.

„Kampf ums Podium ist brutal spannend“

Zabel lobte indes auch Evenepoel, dem er nicht zugetraut habe, das Tempo am Tourmalet mitgehen zu können. „Ich muss wirklich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass der die Etappe heute so gut schafft. Dass Lipowitz im Hochgebirge stärker ist, haben wir alle erwartet. Aber es war ja nicht viel. Am Tourmalet waren es 20 bis 25 Sekunden – und Remco ist ein super Abfahrer und hat die wieder eingeholt.“

Nach der 6. Etappe führt Pogacar die Gesamtwertung mit einem großen Vorsprung von 2:42 Minuten auf Jonas Vingegaard an. Dahinter gibt es einen Kampf ums Podium. Aktuell ist Del Toro Dritter (+3:27 min). In Reichweite sind noch Evenepoel (+3:30 min), Juan Ayuso Pesquera (+3:34 min), Seixas (+3:55 min), Lipowitz (+4:00 min), Lenny Martinez (+4:21 min) und Mattias Skjelmose Jensen (+4:57 min).

„Der Kampf ums Podium ist brutal spannend“, stellte Zabel abschließend fest.