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Ullrich: Pogacar der "Beste aller Besten"

Ullrich verneigt sich vor Pogacar

Jan Ullrich glaubt fest daran, dass Tadej Pogacar weiter auf Rekordjagd geht. Doch die Radsport-Legende mutmaßt: 2028 könnte Schluss sein.
Tadej Pogačar gewinnt die Tour de France 2026 souverän zum fünften Mal. Während der Slowene in Paris triumphiert, müssen Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz ihre Tour nach schweren Stürzen vorzeitig beenden.
Jan Ullrich glaubt fest daran, dass Tadej Pogacar weiter auf Rekordjagd geht. Doch die Radsport-Legende mutmaßt: 2028 könnte Schluss sein.

Für Jan Ullrich ist Tadej Pogacar der „größte“ Radprofi der Gegenwart. Im Interview mit RTL/Sky sagte das einstige deutsche Radidol: „Man kann sagen, er ist der Eddy Merckx unserer Zeit, der Beste aller Besten.“ Nach Pogacars fünftem Tour-Sieg ist sich Ullrich sicher: „Solange er die Tour de France angeht und sie gewinnen will, wird es schwierig, für andere zu gewinnen.“

In den vergangenen Wochen hatte Pogacar die Frankreich-Rundfahrt nach Belieben dominiert und zog in den elitären Kreis der Fünfachsieger mit dem Belgier Merckx, den Franzosen Jacques Anquetil und Bernard Hinault sowie dem Spanier Miguel Indurain ein. Lange wird Pogacar dort nicht verweilen, glaubt Ullrich. „Er ist noch hungrig“, sagte der 52-Jährige.

Pogacar? „Hat noch nie einen großen Fehler gemacht“

Dem Druck, immer der Beste zu sein, halte Pogacar perfekt stand, meint Ullrich. „Er hat noch nie einen großen Fehler gemacht und wird auch nie krank“, sagte der Tour-Sieger von 1997, der glaubt, dass Pogacar neben dem sechsten Sieg beim bedeutendsten Radrennen der Welt auch andere Ziele noch angehen und erreichen wird.

„Was er noch nicht gewonnen hat, ist Olympiagold, die Spanien-Rundfahrt, die er vielleicht sogar im September mitfährt, und Paris-Roubaix“, sagte Ullrich und mutmaßte: „Dann kann es durchaus sein, dass er nach der Olympiade 2028 sagt, er beendet seine Karriere.“

Ullrich war in diesem Jahr zur Tour de France zurückgekehrt – 20 Jahre, nachdem er das Rennen seines Lebens als enttarnter Dopingsünder auf unbestimmte Zeit hatte verlassen müssen. Mit seinen Kindern erkundete Ullrich am Rande der 14. Etappe im Elsass als Fan die Teambusse.

„Meine Söhne waren beeindruckt“, sagte Ullrich in der ARD und fügte an: „Die haben gesagt, ‚die Leute haben mehr Autogramme von dir geholt als von Pogacar‘.“