Das CPA (Cyclistes Professionnels Associés) erhöht bei der Tour de France den Druck: Vor dem Start der neunten Etappe forderte die Fahrergewerkschaft am Sonntag per Mitteilung, die Startzeiten bei Sommer-Rennen grundsätzlich anzupassen. Hintergrund ist die anhaltende Hitzewelle – und die Sorge um die Gesundheit im Peloton. „Angesichts der zunehmenden Häufigkeit extremer Hitzewellen bekräftigt das CPA, dass sich die Startzeiten der Sommer-Rennen weiterentwickeln müssen, um die Gesundheit der Athleten zu schützen.“
Wegen Hitze: Fahrer machen bei Tour de France Druck
Hitze: Fahrer machen bei Tour Druck
Zugleich drängt das CPA auf einen konkreten Prozess: Es brauche „Diskussionen mit allen Beteiligten in diesem Winter, um vor der Saison 2027 eine Lösung zu finden“. Der Appell ist ausdrücklich nicht gegen den sportlichen Anspruch gerichtet. „Die Fahrer bleiben voll entschlossen, die bestmögliche Show zu bieten, aber das muss mit einer Anpassung an die klimatischen Realitäten einhergehen, denen der Radsport inzwischen ausgesetzt ist.“
Am Samstag hatten Tour-Organisatoren und Präfektur bereits reagiert und die neunte Etappe zwischen Malemort und Ussel wegen der Extremhitze gekürzt. Statt 185,5 Kilometer standen nur noch 155,5 Kilometer auf dem Programm, der reale Start erfolgte um 13.45 Uhr, die Ankunft war gegen 17.30 Uhr erwartet. In Frankreich waren am Sonntag 37 Départements in Warnstufe Rot, darunter die Corrèze – damit auch 36 weitere.
Etappe 9 gekürzt – Premiere wegen Hitze
Für diesen Schritt fand das CPA deutliche Zustimmung und bewertete die Kürzung als „verständlich“ und „verantwortlich“. Nach Angaben mehrerer Medien war es die erste Tour-Etappe, die explizit wegen zu großer Hitze verkürzt wurde.
Gleichzeitig fordert die Gewerkschaft mehr Mitsprache, sobald Maßnahmen den Rennbetrieb direkt verändern. Das CPA hoffe, künftig häufiger „zu Diskussionen eingeladen“ zu werden, „die direkt die Gesundheit und Sicherheit des Pelotons betreffen“.